Interreg
01.09.
2015

„Eine Grenze sollte nur noch die Bedeutung einer Verwaltungslinie haben“

Interview mit Jens Gabbe anlässlich des 25. Interreg-Jubiläums

Gerade einmal 24 Grenzregionen in organisierter oder nicht organisierter Form ermittelte der Europarat 1971. Heute gibt es in der EU und ihren Nachbarländern rund 200 Regionen, in denen die Bewohner nicht nur wirtschaftliche, sondern auch sozio-kulturelle Barrieren abbauen. Einen wesentlichen Beitrag zu dieser Entwicklung leistet Interreg, das in diesen Tagen sein 25. Jubiläum feiert. Schon deutlich länger begleitet Jens Gabbe, Ehrenvorsitzender der 1971 gegründeten Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen (AGEG) und ehemaliger Geschäftsführer der ersten Initiative für grenzüberschreitende Gebietsentwicklung, der EUREGIO, die Zusammenarbeit in Europa. Im Interview spricht er über die Potenziale transnationaler Zusammenarbeit und die Notwendigkeit, eigenständige Strukturen aufzubauen.

21.07.
2015

"Zusammenarbeit bedeutet, Brücken zu bauen"

Guillaume Terrien vom INTERACT-Point Viborg im Gespräch

Als gelernter Kartograph mit einem Abschluss in Geographie, Sprachen und European Studies war es für Guillaume Terrien kein großer Schritt zur transnationalen Zusammenarbeit in Europa. Heute ist er Kommunikationsverantwortlicher des INTERACT-Point Viborg (Dänemark) und war maßgeblich an der Gestaltung einer gemeinsamen Interreg-Marke sowie der Harmonisierung und Vereinfachung von Programmstrukturen im Vorlauf der aktuellen Förderperiode beteiligt. Im Interview verrät er, wieso er transnationale Zusammenarbeit für ein experimentelles Gericht hält, und was er den Hindernissen in diesem Bereich entgegenzusetzen hat.

17.03.
2015

Transnationale Zusammenarbeit und Europa 2020

Strategie „Europa 2020“ – Was bedeutet das?

Europa 2020 als Basis von Interreg B. (Quelle: European Union, 2015)

„Europa 2020 – Eine Strategie für ein intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum“ ist die Wachstumsstrategie der Europäischen Union (EU) für das aktuelle Jahrzehnt. Die im Juni 2010 vom Europäischen Rat verabschiedete Strategie ist angesichts der großen europäischen Wirtschafts- und Finanzkrisen aufgesetzt worden, mit denen Europa seit dem Sommer 2007 zu kämpfen hat. Sie greift gleichzeitig aber auch die anderen großen europäischen Herausforderungen auf wie den Umgang mit dem Klimawandel, die steigenden Energiepreise oder den demographischen Wandel. Die Strategie soll der EU helfen, gestärkt aus den Krisen hervorzugehen.

16.12.
2014

INTERREG B – Zusammenarbeit in Europa

Rückblick auf das Jahr 2014

Schon seit Jahren fördert die Europäische Union die Zusammenarbeit in der Raumentwicklung über Grenzen in Europa hinweg mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Damit wird den Schwierigkeiten der grenzübergreifenden Zusammenarbeit, die sich vor allem aus den unterschiedlichen Sprachen und Verwaltungskulturen ergeben, Rechnung getragen und zugleich der Zusammenhalt in Europa oder zumindest das Gefühl des Zusammenhalts in Europa gefördert. Eine Förderperiode dauert dabei sieben Jahre; das Jahr 2014 war als Übergangsjahr stark geprägt durch das Auslaufen der Förderperiode 2007 – 2013 (INTERREG IV) und  das Anlaufen der Förderperiode 2014 – 2020 (INTERREG V).

12.08.
2014

Der Donauraum stellt sich vor

Ein neuer Kooperationsraum mit deutscher Beteiligung

Es gibt erfreuliche Neuigkeiten bei INTERREG! Passend zur neuen Förderperiode gibt es einen neuen Kooperationsraum für die transnationale Zusammenarbeit mit deutscher Beteiligung: den Donauraum. Er ist aus dem Kooperationsraum Südosteuropa hervorgegangen und in der Zukunft werden sich daran auch Deutschland und Tschechien beteiligen. Das neue transnationale Programm gilt dann für einen noch größeren geografischen Raum, den die Donau als gemeinsames Entwicklungsband verbindet. Ich freue mich über die Neugestaltung dieses Raums, in dem friedliches Zusammenarbeiten möglich ist, während in dessen Südteil vor wenigen Jahren noch Krieg geführt wurde.

05.08.
2014

„Harmonise, Simplify, Improve"

Was das Motto für die neue Förderperiode bedeutet

Das Schöne an einer neuen Förderperiode ist, dass alles bisher Dagewesene auf den Prüfstand kommt. Die Beteiligten haben die Entwicklungen der Vergangenheit beobachtet, mögliche Probleme erkannt und ihre Lehren daraus gezogen. Bei INTERREG B werden diese Lehren – natürlich stark vereinfacht – im Motto der Förderperiode 2014-2020 zusammengefasst. „Harmonise, Simplify, Improve“ sind die drei Schlagworte, an denen wir uns auch in den kommenden sechs Jahren orientieren wollen.

29.07.
2014

Zusammen bringen, was zusammen gehört.

Ein Rückblick auf die Jahreskonferenz Mitteleuropa in Wien

Gerade in Zeiten der Krise sind Zusammenhalt und länderübergreifende Kooperation wichtiger denn je. Nun also stand Wien während der Jahreskonferenz am 1. und 2. Juli 2014 im Zeichen der transnationalen Zusammenarbeit in Mitteleuropa in den kommenden Jahren. Das Programm war abwechslungsreich, die Podiumsdiskussion äußerst spannend und die Themenvielfalt in den Workshops groß. Kurzum: Es war eine sehr erfolgreiche Veranstaltung für die neue Förderperiode.

22.07.
2014

3. Jahresforum zur Donaustrategie

Neues Governance-System beschlossen

Erfolgversprechend: Aktiver Austausch der Teilnehmer des Jahresforums in Wien (Quelle: EU-Förderagentur GmbH PAC 10)

Unter dem Motto „Wir wachsen zusammen – zusammen wachsen wir“ haben Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft beim 3. Jahresforum zur EU-Donauraumstrategie in Wien über die Zukunft der Region diskutiert und weitreichende Entscheidungen getroffen. Der Donauraum ist auch ein Kooperationsraum des Programms für transnationale Zusammenarbeit INTERREG B von 14 Staaten im Wassereinzugsbereich der Donau. Die Themenschwerpunkte im Donauraum liegen unter anderem auf der Innovationsförderung von kleinen und mittleren Unternehmen sowie der Einrichtung von effizienteren Verwaltungen im Donauraum. Als Vertreterin des Staatsministeriums Baden-Württemberg – neben Bayern das zweite am Donauraum beteiligte Bundesland – hat auch Christina Diegelmann am Jahresforum in der österreichischen Hauptstadt teilgenommen. Sie berichtet im Interview über die Beschlüsse, die Diskussionen und ihren ganz persönlichen Eindruck vom Jahresforum.