Interreg
02.01.
2018

Interreg ist alles andere als außer Mode

Dr. Katharina Erdmenger blickt zurück auf die transnationale Zusammenarbeit im Jahr 2017

© Robert Kneschke, Fotolia.com

2017 war ein ereignisreiches Jahr für die Interreg-Programme. Obwohl lediglich „Halbzeit“ ist und die Förderperiode von 2014 bis 2020 gerade erst richtig angelaufen ist, hat die Diskussion um die Zukunft der Interreg-Programme schon volle Fahrt aufgenommen. Auch wenn noch vieles offen steht, ist es dabei gelungen, einige Wegmarken für die Zeit nach 2020 zu setzen.

0
18.07.
2017

Transnationale Zusammenarbeit in Zahlen

So kooperieren die sechs Programmräume mit deutscher Beteiligung in der aktuellen Förderperiode

© Rawpixel, Fotolia.com

Blaues Wachstum in der Nordsee, umweltfreundlicher Güterverkehr durch das Nadelöhr Alpen, Innovationsprojekte in Nordwesteuropa – dass die sechs verschiedenen Interreg B-Programmräume mit deutscher Beteiligung unterschiedliche Prioritäten haben, die ihren geographischen Besonderheiten entsprechen, ist bekannt.  Allerdings zeigen sich auch bedeutende strukturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Wer ist involviert? Wie umfangreich sind die genehmigten Projekte? Welche Arten von Projekten werden bevorzugt? Welches ist die beliebteste  Förderpriorität? Dies sind Fragen, denen dieser Artikel nachgeht.

0
15.11.
2016

Interreg ist mehr als nur ein Förderprogramm!

EU-Kommission diskutiert mit Interreg-Experten die Zukunft der transnationalen Programme

Vortrag von Dr. Erdmenger, © Interact

Warum arbeiten wir transnational zusammen? Was sind unsere Ziele? Wie können wir Ergebnisse messen und sollte „Zählbarkeit“ ein Erfolgsindikator sein? Was ist der „immaterielle Nutzen“ von Interreg und wie stellen wir ihn dar? Über diese und weitere Fragen diskutiert die EU-Kommission derzeit mit Experten der „Interreg-Familie“ im Rahmen der Workshop-Reihe „Interreg post 2020“. Über allem steht die große Frage, wie die transnationalen Programme aussehen sollen, wenn 2020 die nächste europäische Förderperiode beginnt. Dr. Katharina Erdmenger, Referatsleiterin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, berichtet über die Ergebnisse des zweiten Workshops am 8. und 9. November 2016 in Amsterdam und erzählt, warum solche Treffen auch „Orte der europäischen Begegnung“ sind und heute wichtiger als je zuvor.

0
09.11.
2016

Was Interreg bewirken kann – und was Interreg bewirken soll

Interreg-Spezialisten in der Diskussion © Sina Redlich

Was kann Interreg bewirken? Das diskutierten 30 Interreg-Spezialisten aus Deutschland und Europa am 2. November 2016 im Bundesministerium für Verkehr und digitalie Infrastruktur (BMVI) in Berlin. Anlass für das Treffen waren die Ergebnisse einer von BMVI und BBSR in Auftrag gegebenen Untersuchung zu den Wirkungen der Interreg IVB-Projekte (Förderperiode 2007-2013). Schnell wurde klar, dass die Teilnehmer es nicht bei der Betrachtung der abgeschlossenen Programmperiode belassen wollten.

0
24.10.
2016

EU-Projekte in der kommunalen Verkehrsplanung – ein Spannungsfeld

Projektarbeit in Share-North © Lars Ove Kvalbein

Globalisierung und Digitalisierung führen zu einer wachsende Rolle der internationalen Zusammenarbeit. Letztlich haben fast alle europäischen Städte ähnliche verkehrliche Probleme: es gibt zu viele fahrende und auch zu viele parkende Autos. Luft-, Lärm und Verkehrssicherheitsprobleme mindern die Attraktivität der Städte als Lebens- und auch Arbeitsstandort.

Viele dieser Herausforderungen stehen auch auf der europäischen Agenda und werden durch entsprechende Programme inhaltlich und finanziell unterstützt. Bremen beteiligt sich bereits seit Mitte der 1990er Jahre sehr aktiv an unterschiedlichen europäischen Programmen und Förderkontexten, wie etwa Interreg und dem Europäischen Forschungsrahmenprogramm, aber auch in sonstigen Foren internationaler Zusammenarbeit (z.B. ICLEI, Klimabündnis, Eurocities Mobility Forum,…). Ein besonderes Potenzial zur Förderung kommunaler Mobilitätsprojekte sehe ich in den Interreg-Programmen zur „transnationalen Zusammenarbeit“ in 15 definierten europäischen Regionen, weil diese Programme einen starken Demonstrationscharakter haben.

0
26.04.
2016

Interreg - meine persönliche Bilanz

Dr. Wilfried Görmar über 20 Jahre Interreg

Die europäische Zusammenarbeit hat fast die Hälfte meines Berufslebens erfüllt. Seit 1996/97, als die ersten Programme der transnationalen Zusammenarbeit geschrieben wurden, habe ich in staatenübergreifenden Arbeitsgruppen und Programmausschüssen mitgewirkt. Vorangegangene Diskussionen um staatenübergreifende Kooperationsräume bei der Erarbeitung der Dokumente Europa 2000 und Europa 2000+ hatte ich als nationaler Sachverständiger bei der Europäischen Kommission in Brüssel miterlebt. Die Arbeit in staatenübergreifenden Teams, das Kennenlernen anderer Kulturen und interessanter Persönlichkeiten haben mein Leben bereichert.

0
15.02.
2016

„Interreg ermöglicht das kreative Arbeiten jenseits des Alltags“

Interview mit dem langjährigen Interreg-Akteur Christoph Pienkoß

Christoph Pienkoß leitet einen Workshop bei der Konferenz "Transnationale Zusammenarbeit in Europa - so geht es weiter!" im Mai 2014. © DV, Michael Kirsten

„Ein alter Hase!“ So würde die „Interreg-Community“ Christoph Pienkoß wahrscheinlich betiteln. Er begleitete die Programme der transnationalen Zusammenarbeit 14 Jahre lang und kennt Interreg aus allen Perspektiven: Als Projektpartner in zwölf Projekten, als dreifach erfolgreicher Antragsteller und als Akteur auf Programm- und Bundes-Ebene. „Nimmt man die Vorhaben dazu, bei denen ich mit dem Deutschen Verband als externer Dienstleister tätig war, komme ich auf gut und gerne 20 Projekte“, so der 41-Jährige. Schwerpunkt des ehemaligen Geschäftsführers des Deutschen Verbandes für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V. waren vor allem Verkehrsthemen in Süd- und Osteuropa. Im Interview erzählt Pienkoß, wie Interreg sich über die Jahre verändert hat und warum die transnationale Zusammenarbeit für den Zusammenhalt heute wichtiger ist denn je.

0
18.12.
2015

2015: Ein gutes Jahr für Interreg

Ein persönlicher Rückblick.

Von neuen Förderprojekten über neue Verfahren, die sowohl Herausforderungen als auch Chancen bargen, bis hin zu einem gänzlich neuen Politikfeld: Warum 2015 ein gutes Jahr für Interreg war und weshalb Interreg in Anbetracht der Flüchtlingskrise und Diskussion über neue Grenzen zu einem Symbol für das freie, offene Europa geworden ist, erklärt Dr. Katharina Erdmenger vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in ihrem persönlichen Jahresrückblick. 

0
04.12.
2015

ESPON-Seminar: Neue Schritte, zurück auf den Pfad der Konvergenz

Ergebnisse und Erwartungen an das neue Programm

Bei der ESPON-Konferenz drehte sich alles um das Thema Vernetzung. (Quelle: Nina Kuenzer)

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) führten in Berlin ein Fachseminar zum Europäischen Forschungsnetzwerk ESPON (European Spatial Planning Observation Network) durch. Das Netzwerk sammelt raumbezogene Daten und stellt sie der europäischen Politik als Entscheidungsgrundlage zur Verfügung. Vor Ort informierten sich die Teilnehmer über Ausrichtung des neuen ESPON 2020 Programms und gingen den Fragen nach, wie ESPON in Interreg-Projekten genutzt werden bzw. wie ESPON auch von Interreg lernen kann.

20.10.
2015

Ideen teilen, passende Projektpartner finden

Wie Interreg-Interessierte on- und offline Kooperationen anbahnen können

Nicht nur auf Messen und Veranstaltungen können sich Interreg-Partner finden. (Quelle: BMF – Burkhardt Mayer Fotografie GbR)

Wie knüpft man die ersten Kontakte nach Frankreich, Slowenien oder Italien, wenn man bislang noch keinen Grund zur Zusammenarbeit hatte? In meiner Funktion als National Contact Point schreiben mich immer wieder Institutionen aus dem Alpenraum an, die sich in einem Projekt zu einem bestimmten Thema engagieren möchten und mir ihre Kompetenzfelder vorstellen – und auf der Suche nach passenden Partnern sind.

02.10.
2015

Auftaktkonferenz an der schönen blauen Donau

Das Interreg-Donauraumprogramm macht sich auf den Weg

Das Pester Vígadó in Budapest. (Quelle: Sanjib Mitra / flickr.com)

Wer dabei sein wollte bei der Auftaktkonferenz des transnationalen Programms für den Donauraum, der musste schnell sein. Das Interesse an der Veranstaltung war so groß, dass die Organisatoren die Registrierung frühzeitig schließen mussten. So konnte leider nicht jeder die Räumlichkeiten des Pester Vígadó in Budapest genießen. Diejenigen, die es nicht in das 1865 gebaute, prachtvolle Theatergebäude geschafft haben, konnten das Programm aber über Livestreaming folgen. 380 Zuschauer verfolgten die Konferenz so online – dies zeigt das große Interesse an Kooperationen im Donauraum. Während die 500 Gäste sich in Budapest im Plenarsaal versammelten, lief „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss. Die Stimmung war ein bisschen kaiserlich-königlich, historisch. Aber wer selber an der Donau aufgewachsen ist, weiß, dass die Donau nur ganz selten blau ist, und trotz der historisch existierenden Verbindungen in der Region, bestehen zahlreiche neue Herausforderungen nicht nur für die sozioökonomische Entwicklung, sondern auch für die Zusammenarbeit.

22.09.
2015

25 Jahre Interreg – ein Treppenwitz der Geschichte oder doch mehr?

Eindrücke, Impressionen und Einschätzungen zur Konferenz 25 Jahre Interreg am 15./16.09.2015 in Esch-Belval, Luxemburg

Feierliches Interreg-Jubliäum in Luxemburg. (Quelle: Brigitte Ahlke)

Ist das wirklich wahr? Ich bin mit Kollegen auf dem Weg nach Luxemburg zur Konferenz 25 Jahre Interreg, auf die wir uns im Vorfeld sehr gefreut haben. Dort wollten wir – durchaus auch ein bisschen stolz, als kleines Rädchen im Getriebe daran mitgewirkt zu haben – auf bisher Erreichtes zurückblicken. Darauf, dass wir durch territoriale Zusammenarbeit über Grenzen hinweg – sei es im Grenzraum, in transnationalen Makroregionen oder interregional – einen Beitrag zur Überwindung von Grenzbarrieren, zu einem besseren Verständnis von gemeinsamen Herausforderungen und zu gemeinsamen Lösungen geleistet haben – kurzum zu einem integrierten Europa. Und wir wollten natürlich auch den Blick in die Zukunft richten. Wie geht es weiter? Wie sollten wir die europäische territoriale Zusammenarbeit zukünftig ausrichten? Was hat sich bewährt, was nicht? Was können wir verbessern?

01.09.
2015

„Eine Grenze sollte nur noch die Bedeutung einer Verwaltungslinie haben“

Interview mit Jens Gabbe anlässlich des 25. Interreg-Jubiläums

Gerade einmal 24 Grenzregionen in organisierter oder nicht organisierter Form ermittelte der Europarat 1971. Heute gibt es in der EU und ihren Nachbarländern rund 200 Regionen, in denen die Bewohner nicht nur wirtschaftliche, sondern auch sozio-kulturelle Barrieren abbauen. Einen wesentlichen Beitrag zu dieser Entwicklung leistet Interreg, das in diesen Tagen sein 25. Jubiläum feiert. Schon deutlich länger begleitet Jens Gabbe, Ehrenvorsitzender der 1971 gegründeten Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen (AGEG) und ehemaliger Geschäftsführer der ersten Initiative für grenzüberschreitende Gebietsentwicklung, der EUREGIO, die Zusammenarbeit in Europa. Im Interview spricht er über die Potenziale transnationaler Zusammenarbeit und die Notwendigkeit, eigenständige Strukturen aufzubauen.

18.08.
2015

Gut vernetzt: Transnationale Zusammenarbeit online

Die Webseiten, Twitter-Accounts und Newsletter der Programme

Twitter wird zunehmend wichtiger Kanal. (Quelle: Twitter)

Der Austausch mit potenziellen Projektpartnern, ein Blick über den Tellerrand von der Nordsee in die Alpen (und umgekehrt) oder die Suche nach Informationen rund um die Antragsstellung: Das Internet wird zunehmend wichtige Unterstützung für die Akteure der transnationalen Zusammenarbeit in Europa. Die Programme teilen hier ihre Neuigkeiten, starten Aufrufe und dokumentieren erfolgreiche Projekte. Wer ständig auf dem Laufenden bleiben will, ist auf Twitter richtig, Hintergründiges gibt es zum Beispiel auf dem Blog des Nordwest-Europa-Programms – den Überblick und Klicktipps erhalten Sie hier.

28.07.
2015

Herzlichen Glückwunsch, Interreg-Blog!

Zahlen und Fakten zum 1. Geburtstag unserer Plattform

Vor etwas mehr als 365 Tagen – pünktlich zum Relaunch der zentralen deutschen Interreg-B-Website – fiel der Startschuss für unseren Blog, der erste Beitrag meiner Kollegin Brigitte Ahlke ging live. Im Zentrum die Frage, die sich auch viele Projektpartner, Verantwortliche und unsere Kolleginnen und Kollegen gestellt haben dürften: Warum ein Blog? Die Antwort: Interreg lebt von seinen Projekten und es sind die Projektpartner, die ihre Region (und auch Europa) ein Stück voranbringen. Damit dies gelingen kann, engagieren sich zudem viele Menschen oft hinter den Kulissen für die transnationale Zusammenarbeit in Europa. Beiden Gruppen wollten wir eine Plattform geben, ihre Aktivitäten vorzustellen und damit unsere Wertschätzung für ihren Einsatz zeigen. Wer unseren Blog gestaltet, wer ihn liest und welche Themen sich großer Beliebtheit erfreuen? Erfahren Sie hier!

21.07.
2015

"Zusammenarbeit bedeutet, Brücken zu bauen"

Guillaume Terrien vom INTERACT-Point Viborg im Gespräch

Als gelernter Kartograph mit einem Abschluss in Geographie, Sprachen und European Studies war es für Guillaume Terrien kein großer Schritt zur transnationalen Zusammenarbeit in Europa. Heute ist er Kommunikationsverantwortlicher des INTERACT-Point Viborg (Dänemark) und war maßgeblich an der Gestaltung einer gemeinsamen Interreg-Marke sowie der Harmonisierung und Vereinfachung von Programmstrukturen im Vorlauf der aktuellen Förderperiode beteiligt. Im Interview verrät er, wieso er transnationale Zusammenarbeit für ein experimentelles Gericht hält, und was er den Hindernissen in diesem Bereich entgegenzusetzen hat.

23.06.
2015

Sveiki! Jahreskonferenz der EU-Ostseestrategie in Lettland

Schutz der Meere und Digitalisierung als Schlüsselthemen

Networking am Strand: Die Teilnehmer der Jahreskonferenz der EU-Ostseestrategie. (Quelle: Carolin Paar/ARS BALTICA)

Ein breiter langer Sandstrand, ein traumhafter Blick auf die Ostsee und ein geführter Spaziergang durch den idyllisch am Rigaischen Meerbusen gelegenen Badeort Jurmala: Mein Auftakt zur 6. Jahreskonferenz der EU-Ostseestrategie in Lettland hätte besser kaum sein können – zumal ich so schon am Tag vor der eigentlichen Konferenz die Gelegenheit hatte, spannende Kontakte zu knüpfen. Und auch die Veranstaltung am 15. und 16. Juni selbst hatte es mit prominenten Gästen und spannenden Themen in sich.

02.06.
2015

Wasserstandsmeldung: Projektskizzen und Prioritätenwahl

Ergebnisse und Erkenntnisse aus den ersten vier Interreg-Calls

Während der erste Call im Nordseeraum noch läuft und die Interessierten im Donauraum weiterhin auf den Startschuss warten, sind in den andern vier Räumen nach den Antragstellern nun die Programmbehörden dran: Die potenziellen Interreg-Partner haben insgesamt 1.203 Projektskizzen eingereicht, die es zu prüfen gilt. Welche Idee bietet einen echten Mehrwert für die transnationale Zusammenarbeit in Europa? Wo liegt großes Innovationspotenzial und wo ist die institutionelle Struktur der Konsortien vielversprechend

19.05.
2015

Die nachhaltige Nutzung von Kulturerbe und Kulturressourcen

Ein zentrales Zukunftsprojekt für Interreg

Das Castelvecchio in Verona. (Quelle: Rolf Handke / pixelio.de)

„Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft.“ Bereits Wilhelm von Humboldt wusste, wie wichtig historische Wurzeln für jeden einzelnen von uns sind. Das Wort des Gelehrten ist auch heute noch von Bedeutung und lässt sich auch und gerade auf jenen gesellschaftlichen Bereich übertragen, den wir als unser Kulturerbe bezeichnen. „Unser“ bedeutet im Hinblick auf die transnationale Zusammenarbeit, dass jedes Land und jede Region dabei auf ganz unterschiedlichen kulturellen Ressourcen aufbauen kann. Diesen kulturellen Reichtum sollten wir unbedingt auch in Zukunft bewahren. Der Programmraum Mitteleuropa nimmt sich dieses Themas aktiv an.

05.05.
2015

Was europäische Zusammenarbeit für mich bedeutet

Vertreter aus Ländern und Interreg-Programmen geben Einblick in ihre persönlichen Sichtweisen

Zusammenarbeit über Grenzen hinweg. (Quelle: European Union, 2015)

Gemeinsame Ziele finden und Kompromisse formulieren, Wertschätzung leben und voneinander lernen – die Zusammenarbeit zwischen Regionen, Staaten oder Interreg-Programmen hat viele Aspekte. Doch was bedeutet europäische Zusammenarbeit für diejenigen, die täglich daran arbeiten? Zum Europa-Tag teilen deutsche Interreg-Akteure ihre Sicht auf die Vernetzung Europas, ihre Chancen und Herausforderungen.

17.03.
2015

Transnationale Zusammenarbeit und Europa 2020

Strategie „Europa 2020“ – Was bedeutet das?

Europa 2020 als Basis von Interreg B. (Quelle: European Union, 2015)

„Europa 2020 – Eine Strategie für ein intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum“ ist die Wachstumsstrategie der Europäischen Union (EU) für das aktuelle Jahrzehnt. Die im Juni 2010 vom Europäischen Rat verabschiedete Strategie ist angesichts der großen europäischen Wirtschafts- und Finanzkrisen aufgesetzt worden, mit denen Europa seit dem Sommer 2007 zu kämpfen hat. Sie greift gleichzeitig aber auch die anderen großen europäischen Herausforderungen auf wie den Umgang mit dem Klimawandel, die steigenden Energiepreise oder den demographischen Wandel. Die Strategie soll der EU helfen, gestärkt aus den Krisen hervorzugehen.

10.02.
2015

Tolle Chancen für deutsche Partner im Interreg-Donauprogramm

Wie der gesamte Kooperationsraum profitiert

Bayerns Finanzstaatssekretär Hintersberger und Baden-Württembergs Europaminister Friedrich eröffnen das Donaubüro in Ulm. (Quelle: donaube connects)

Seit dem CADSES-Programm, in dem 18 Länder sowohl aus Mittel- als auch aus Süd- und Osteuropa vor rund acht Jahren zusammenarbeiten konnten, gab es für deutsche Projektpartner keine vergleichbaren Kooperationsmöglichkeiten mit den Regionen des Donauraums mehr. Und das, obwohl es hier doch so wichtige wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Bezüge gibt! Aber bald ist es soweit und das neue Donauprogramm startet!

02.02.
2015

Interreg: Eine gemeinsame Marke für nachhaltige Erfolge

INTERACT stellt Promo-Video für neues Corporate Design vor

Das neue Interreg-Logo. (Quelle: INTERACT)

Interreg verbindet. Meistens jedenfalls. Denn beim Logo waren sich die Länder und Programme bisher eher uneinig, entwickelten ihr Design nach eigenem Gusto, in verschiedenen Farben und Stilrichtungen. Dies soll sich nun ändern.  Um die stärkere Verbindung zwischen den beteiligen Ländern, den Kooperationsräumen und den Projekten selbst zu demonstrieren, hat INTERACT ein neues gemeinsames Logo für die europäische territoriale Zusammenarbeit (ETZ) bei Interreg entwickelt. Guillaume Terrien, Kommunikationsverantwortlicher des INTERACT Point Viborg (Dänemark), erklärt im Interview, wie das neue Corporate Design entstand und welche Impulse es der transnationalen Zusammenarbeit in Europa geben soll.

15.01.
2015

Die ersten drei Interreg B Programme sind genehmigt!

Projekteinreichungen im Ostseeraum bereits möglich

Kurz vor Weihnachten flatterten mir drei Emails in die Mailbox, über die ich mich besonders freute. Eine aus Wien, eine aus Salzburg und eine aus Rostock, alle mit demselben Inhalt: „The Programme has been adopted!“ – „Das Programm ist genehmigt!“ konnten die Programme Mitteleuropa, Alpenraum und Ostsee stolz vermelden. Das ist ein guter Start in das Jahr 2015: Drei der sechs Interreg B Programme, an denen Deutschland beteiligt ist, sind damit von der Kommission gebilligt und können anlaufen. Die anderen drei (Nordsee, Nordwesteuropa und Donauraum) werden hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft folgen.

16.12.
2014

INTERREG B – Zusammenarbeit in Europa

Rückblick auf das Jahr 2014

Schon seit Jahren fördert die Europäische Union die Zusammenarbeit in der Raumentwicklung über Grenzen in Europa hinweg mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Damit wird den Schwierigkeiten der grenzübergreifenden Zusammenarbeit, die sich vor allem aus den unterschiedlichen Sprachen und Verwaltungskulturen ergeben, Rechnung getragen und zugleich der Zusammenhalt in Europa oder zumindest das Gefühl des Zusammenhalts in Europa gefördert. Eine Förderperiode dauert dabei sieben Jahre; das Jahr 2014 war als Übergangsjahr stark geprägt durch das Auslaufen der Förderperiode 2007 – 2013 (INTERREG IV) und  das Anlaufen der Förderperiode 2014 – 2020 (INTERREG V).

11.11.
2014

Makroregionale Strategien und integrierte Regionalentwicklung – ein Widerspruch?

Was der neue Fokus für INTERREG bedeutet

Die Europäische Union fühlt sich nicht nur für ihr Gesamtterritorium zuständig, sondern auch für staatenübergreifende Teilräume, die als Makroregionen bezeichnet werden. Speziell mit den Ostsee- und Donaustrategien der EU von 2009 und 2011 haben neue politische Ansätze in die europäische Politik Einzug gehalten. Was makroregionale Strategien und integrierte Regionalentwicklung für INTERREG und die Projektausrichtung bedeuten, beantwortet Dr. Wilfried Görmar vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Interview.

28.10.
2014

Internationale INTERREG-Partner treffen zusammen

Auftaktkonferenz Alpenraum in Salzburg

Ideen-Arena: Alte und neue Partner im Alpenraumprogramm tauschen sich aus. (Quelle: Bernd Käferböck Photography)

Jetzt geht es endlich richtig los! Mit diesem Gefühl habe ich mich auf den Weg zur Alpine Space Conference „Building on Experience: Cooperation towards 2020“ am 21. und 22. Oktober 2014 nach Salzburg gemacht.

17.10.
2014

INTERREG B verbindet

Rund 50 Interessierte beim deutsch-polnischen Netzwerktreffen in Berlin

Das Ernst-Reuter-Haus, Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, in Berlin. (Quelle: Anja Bauriedel)

Die Ergebnisse der bisherigen transnationalen Zusammenarbeit zwischen  Deutschland und Polen können sich sehen lassen: In über 160 Projekten haben Vertreter aus Wirtschaft, Forschung, Verwaltung und Vereinen in den letzten Jahren miteinander gearbeitet. Mit dem Start der neuen Förderperiode 2014-2020 beginnt für viele von ihnen wieder die Suche nach passenden Ideen und Partnern. Gerade „Neulinge“, die bisher keine oder wenig Erfahrung mit Interreg B gemacht haben, stehen da vor einer großen Herausforderung. Hinzu kommt der nicht zu unterschätzende Termindruck – bereits in wenigen Monaten starten die ersten Projektaufrufe. Höchste Zeit also, Projektskizzen weiterzuentwickeln und die richtigen Partner zu finden. Um dies zu erleichtern, haben wir gemeinsam mit dem polnischen Ministerium für Infrastruktur und Entwicklung am 14. Oktober eine neue Veranstaltungsform getestet: Ein Vernetzungstreffen für rund 50 potentielle Partner aus unseren beiden Ländern. 

08.10.
2014

KMU als wichtige INTERREG-Partner

Wie sie mehr in die Projekte eingebunden werden können

Regionalentwicklung bedeutet immer auch Entwicklung der Wirtschaftskraft. Darum ist es stets das Anliegen von INTERREG gewesen, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in die Förderprojekte einzubeziehen. Sie bilden das Rückgrat der europäischen Wirtschaft und sollen in der neuen Förderperiode verstärkt angesprochen werden.

23.09.
2014

Projektentwicklung und Partnersuche in Gent

Vorbereitungsworkshop für die ersten neuen Nordseeprojekte

Gent, Schauplatz des „Transnational Project Development Seminar and Partner Search“ im Nordseeraum. (Quelle: Petra Devillers)

Ich war noch nie zuvor in Gent. Das ist schade, wie ich mittlerweile weiß. Diese Stadt ist nicht nur schön für eine Besichtigung, sie hat auch eine Dynamik, die sich mit Worten nur schwer ausdrücken lässt. Warum ich das schreibe? Weil genau das ein wichtiger Aspekt transnationaler Zusammenarbeit ist: INTERREG bringt uns über unsere bisherigen Grenzen hinaus. Und das nicht nur räumlich, sondern vor allem auch thematisch, denn so manches Mal findet man dabei wahren Perlen.

09.09.
2014

Wer. Was. Wie.

Bestandsaufnahme und Pläne im Alpenraumprogramm: Wie können neue Projektpartner gewonnen werden?

Der Alpenraum hat Großes vor. Genauer gesagt, er will wachsen. Nicht im geographischen Sinne, sondern was die Vielfalt der beteiligten Projektakteure im Rahmen von INTERREG V B anbelangt. Um zu wachsen, ist es erst einmal sinnvoll, den Status Quo zu betrachten. Wer sind unsere bisherigen Projektpartner? Was hat die Ideen ausgemacht, die es in die Förderung geschafft haben? Und letztlich stellt sich die Frage: Wie schaffen wir es, neue Akteure zu begeistern und für die Mitwirkung in Projekten zu gewinnen?

05.08.
2014

„Harmonise, Simplify, Improve"

Was das Motto für die neue Förderperiode bedeutet

Das Schöne an einer neuen Förderperiode ist, dass alles bisher Dagewesene auf den Prüfstand kommt. Die Beteiligten haben die Entwicklungen der Vergangenheit beobachtet, mögliche Probleme erkannt und ihre Lehren daraus gezogen. Bei INTERREG B werden diese Lehren – natürlich stark vereinfacht – im Motto der Förderperiode 2014-2020 zusammengefasst. „Harmonise, Simplify, Improve“ sind die drei Schlagworte, an denen wir uns auch in den kommenden sechs Jahren orientieren wollen.

17.07.
2014

Auftakt in Aberdeen

Jahreskonferenz stößt auf reges Interesse

440 Teilnehmer, zwei Tage und ein Tenor: There are no strangers in the room, only friends and partners you haven’t met yet. Die Jahreskonferenz des Nordseeraums in Aberdeen Ende Juni war ein großer Erfolg. So viele Interessierte wie nie fanden sich in Schottland zusammen. Wir konnten zahlreiche Bekannte begrüßen, die sich freuten, dass es mit INTERREG in der neuen Förderperiode weitergeht und über den neuen Programmentwurf schon erstaunlich gut informiert waren. Dazu kamen Teilnehmer, die zum ersten Mal dabei waren und dafür gleich die geballten Informationen an die Hand bekamen.

15.07.
2014

Warum ein Blog?

Was unsere neue Plattform Ihnen bietet

Ein herzliches Willkommen allen Neugierigen und Interessierten auf unserem INTERREG-Blog!

INTERREG, das heißt: Zusammenarbeit. Grenzenlos. In dem EU-weiten Förderprogramm, das wir als Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in Deutschland betreuen, entstehen spannende Projekte in den Bereichen Soziales, Umwelt, Wirtschaft und Mobilität. Wir wollen diesen tollen Ideen und den Menschen, die sich für die transnationale Zusammenarbeit in Europa einsetzen, auf diesem Blog ab sofort eine ganz eigene Bühne bieten und ihre Entwicklung miterleben.