Interreg

2018

22.05.
2018

VirtualArch: Verborgenes Kulturerbe Europas ins Blickfeld rücken

Interview mit Dr. Christiane Hemker vom Landesamt für Archäologie in Sachsen

Silberbergwerk Dippoldiswalde © Landesamt für Archäologie Sachsen-Martin Jehnichen

Das im Boden verborgene archäologische Kulturerbe ist bislang für die breite Öffentlichkeit kaum erlebbar. Zwar findet man in Museen archäologische Objekte wie Gefäße oder Schmuckstücke, die von vergangenen Kulturen zeugen – das Denkmal selbst wird aber erst bei archäologischen Ausgrabungen, etwa vor Bauvorhaben, Schicht für Schicht freigelegt und dokumentiert. So tritt es oft nur kurz in Erscheinung, bevor es vollständig abgetragen wird. Das Mitteleuropa-Projekt „VirtualArch“ möchte dieses Erbe virtuell bewahren. Mit Hilfe neuester Informations- und Kommunikationstechniken, wie etwa 3D-Technik, soll das archäologische Vermächtnis für Denkmalschutz und Tourismus sichtbar und vor allem auch nutzbar gemacht werden. Die Projektleiterin Dr. Christiane Hemker vom Landesamt für Archäologie erläutert im Interview warum es wichtig ist, die nicht sichtbaren Bodendenkmale zu bewahren.

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05.04.
2018

Peripheral Access: Besserer öffentlicher Verkehr in ländlichen Räumen

Interview mit Projektkoordinator Paul Vieweg

Intermodaler Haltepunkt der Vogtlandbahn, © www.marcografie.de

Im Fokus des Interreg-Projekts Peripheral Access steht die Verbesserung der Mobilität in ländlichen Räumen, im Hinterland von Ballungsräumen und in Grenzregionen. Aufgrund des demographischen Wandels, knapper öffentlicher Kassen und einer unzureichenden Zusammenarbeit relevanter Institutionen, ist es in vielen dünn besiedelten Gebieten Europas noch immer besonders schwer, umweltfreundlich und ohne eigenes Auto mobil zu sein. Peripheral Access will mit neuen Mobilitätsstrategien, etwa dem Einsatz von Bussen, die auch Fahrräder befördern können, mehr Menschen davon überzeugen, das Auto stehen zu lassen und auf Bus, Bahn und Fahrrad umzusteigen. Paul Vieweg vom Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung erklärt im Interview wie der Wechsel vom Auto zum öffentlichen Nahverkehr für die Bewohner ländlicher Räume attraktiver gestaltet werden kann.

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20.03.
2018

Leseempfehlung: 10 Things to Know About Transnational Cooperation

Broschüre bringt Wirkungen und Mehrwert von Interreg auf den Punkt

Vernetzt, © pixabay, pexels.com

Seit mehr als 20 Jahren gibt es die Interreg-Programme zur transnationalen Zusammenarbeit. Trotz ihres Erfolges finden die transnationalen Programme jedoch oft zu wenig Beachtung. Die lesenswerte Broschüre „Zehn Dinge, die Sie über transnationale Zusammenarbeit wissen sollten“ („10 Things to Know About Transnational Cooperation“) fasst Mehrwert und Wirkungen der Interreg-Programme in zehn Botschaften zusammen und belegt sie mit Projektbeispielen.

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07.03.
2018

Die Vermessung von Zusammenhalt und Zusammenarbeit in Europa

Diskussion über neu ausgerichtete Zielvorgaben und Indikatoren bei Interreg

Zusammenarbeit © storm - Fotolia.com_

Wie können die Erfolge der Interreg-Programme am besten gemessen werden und was für ein Indikatoren-System ist dafür notwendig? Dies ist eine Schlüsselfrage für die Zukunft der transnationalen Zusammenarbeit. Die in der jetzigen Verordnung vorgeschriebene fachspezifische Ergebnisorientierung verpflichtet die Projekte und Programme dazu, zählbare Ergebnisse vorzulegen – etwa die Anzahl gebauter Straßenkilometer oder die Verminderung des CO2-Ausstoßes. Auf diese Weise wird allerdings der große „immaterielle“ Nutzen von Interreg nicht angemessen abgebildet. Dazu zählt zum Beispiel die Qualifikation von regionalen Akteuren, die durch Interreg lernen, zusammenzuarbeiten und die für ihre transnationalen Regionen gemeinsame Strategien entwickeln. Vor diesem Hintergrund befasste sich auf Initiative der luxemburgischen und deutschen mitgliedstaatlichen Vertreter eine INTERACT-Veranstaltung am 21. Februar 2018 in Brüssel damit, wie man den Mehrwert von territorialer Kohäsion und Kooperation besser erfassen kann. Knapp 50 Vertreterinnen und Vertreter der Interreg A, B und C-Programme, von ESPON, aus der Forschung, den Mitgliedstaaten, sowie aus der EU-Kommission nahmen an der Diskussion teil.

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22.02.
2018

AREA 21: Innovative Kooperationsmodelle führen zu mehr Energieeffizienz in städtischen Quartieren

Interview mit Prof. Dr. Knieling von der HafenCity Universität Hamburg

Photovoltaik © SCHAU.MEDIA/pixelio.de

Um das Klima zu schützen und die Energiewende erfolgreich umzusetzen, müssen die Städte im Ostseeraum ihren Energieverbrauch senken. Große Potenziale bei der Energieeinsparung bieten ältere Häuser, die gegenwärtig unzureichend wärmegedämmt sind oder veraltete Heizungsanlagen haben. Das Interreg-Projekt „AREA 21 - Baltic Smart City Areas for the 21st Century“ möchte auf der Ebene von Wohnvierteln den Städten dabei helfen, Energie effizienter zu nutzen. Mit neuen Kooperationsmodellen, die sowohl Hausbesitzer und Bewohner, als auch Energieversorger in die Energieplanung einbeziehen, soll der Gebäudebestand langfristig klimaneutral werden. Prof. Dr. Jörg Knieling von der HafenCity Universität Hamburg (HCU) erläutert im Interview, wie durch Kooperationen klimafreundliche Stadtentwicklung gestaltet werden kann.

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31.01.
2018

InduCult2.0 hilft Industrieregionen aus Mitteleuropa, ihre Kultur zu entdecken

Interview mit Carsten Debes vom Landkreis Zwickau

Industriekultur© Faber & Marke, Dresden

Der Landkreis Zwickau ist stark industriell geprägt und bezeichnet sich selbst als „Motor der sächsischen Wirtschaft“. Mit dem anstehenden Umbau der Industrie, nicht zuletzt durch die zunehmende Digitalisierung vorangetrieben, ist der Landkreis aktuell dabei, sein Leitbild neu zu interpretieren. Vor ähnlichen Herausforderungen der Transformation stehen auch andere klein- und mittelständisch geprägte europäische Industrieregionen. Das Mitteleuropa-Projekt InduCult2.0 hilft solchen Regionen dabei, ihre industriegeprägte Kultur wieder zu entdecken und sie als Identitätskern zukunftsorientiert und positiv zu besetzen. Projektmanager Carsten Debes vom Landkreis Zwickau erklärt im Interview, warum es für traditionelle Industrieregionen heute so wichtig ist, eine lebendige Industriekultur als regionales Identitätsprofil zu etablieren.

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17.01.
2018

„Unkomplizierte, effektive Lösungen finden, die EU-weit anwendbar sind“

Interview mit Katja Ecke von INTERACT

Frau am Rechner © pexels, startupstockphotos

Interreg ist mitunter schon eine Wissenschaft für sich. Katja Ecke, Mitarbeiterin des INTERACT-Büros in Valencia, erklärt im Interview, was INTERACT dafür tut, damit die mehr als hundert Interreg-Programme, die es in ganz Europa gibt, nicht allzu sehr ihren individuellen Managementkulturen verfallen.

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02.01.
2018

Interreg ist alles andere als außer Mode

Dr. Katharina Erdmenger blickt zurück auf die transnationale Zusammenarbeit im Jahr 2017

© Robert Kneschke, Fotolia.com

2017 war ein ereignisreiches Jahr für die Interreg-Programme. Obwohl lediglich „Halbzeit“ ist und die Förderperiode von 2014 bis 2020 gerade erst richtig angelaufen ist, hat die Diskussion um die Zukunft der Interreg-Programme schon volle Fahrt aufgenommen. Auch wenn noch vieles offen steht, ist es dabei gelungen, einige Wegmarken für die Zeit nach 2020 zu setzen.

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