Interreg

2017

20.12.
2017

In view of the current challenges, the spatial development policy should take up a common position!

Dr. Karl Peter Schön about origins, trend and future of the European spatial development policy

Eschau, © Leonid Andronov, Fotolia.com

How and why have Interreg and ESPON arisen? In how far did the EU’s foundation further the emergence of the European spatial development policy? And why are territorial future visions nowadays more important than ever before? Starting from 1992, the year which marks both the foundation of the “Spatial planning in Europe” division in the predecessor institution of the present BBSR and the time of birth of the European spatial development policy, Dr. Karl Peter Schön analyses its origins, trend and future. As head of division, he himself witnessed and shaped the whole development  from the beginning. In autumn 2017, he retired after 25 years of having been in office.

0
12.12.
2017

„Die Raumentwicklungspolitik sollte sich angesichts der aktuellen Herausforderungen zu Wort melden!“

Dr. Karl Peter Schön über Ursprünge, Entwicklung und Zukunft der europäischen Raumentwicklungspolitik

Eschau, © Leonid Andronov, Fotolia.com

Wie und warum sind Interreg und ESPON entstanden? Inwiefern hat die Gründung der EU zum Aufkommen der europäischen Raumentwicklungspolitik beigetragen? Und warum sind territoriale Zukunftsvisionen heute wichtiger als je zuvor? Ausgehend vom Jahr 1992, das sowohl die Gründung des Referats „Raumordnung in Europa“ in der Vorgänger-Institution des heutigen BBSR als auch die Geburtsstunde der europäischen Raumentwicklungspolitik markiert, reflektiert Dr. Karl Peter Schön deren Ursprünge, Entwicklung und Zukunft. Er selbst hat die gesamte Entwicklung als Leiter des Referats von Anfang an miterlebt und gestaltet. Im Herbst 2017 ist er nach 25 Jahren im Amt in den Ruhestand getreten.

0
04.12.
2017

Gestartet und Fahrt aufgenommen!

Eindrücke vom ersten Jahresforum der EU-Strategie für den Alpenraum

Musikalische Untermalung durch Steibinger Alphornbläser ©Susanne Ast

Fast zwei Jahre gibt es jetzt die EU-Strategie für den Alpenraum. Wo stehen wir? Welche Ergebnisse können wir vorweisen? Und wie geht es weiter? Hierauf Antworten zu finden und in einen Austausch mit den rund 580 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus den europäischen Alpenstaaten zu treten, hat mich motiviert, zum ersten Jahresforum der EU-Alpenstrategie zu fahren. Im Rahmen des Forums, das am 23. und 24. November 2017 in München stattfand, gab es ergänzend ein Bürgerforum mit einem Bürgerdialog der Europäischen Kommission, eine Jugendkonferenz sowie eine umfangreiche Begleitausstellung.

0
23.11.
2017

NorthSEE: Grenzüberschreitende Raumplanung in der Nordsee

Interview mit Ulrich Scheffler vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie

Nordsee © shutterstock.com

In der Nordseeregion ist die maritime Raumordnung (MRO) sehr dynamisch. Mitunter gegenläufige nationale Ziele und Strategien prägen die Entwicklung der Gewässernutzung. Um eine konsistente und grenzüberschreitende Planung im Sinne der EU-Richtlinie der MRO umsetzen zu können, ist eine enge Abstimmung und langfristige Zusammenarbeit zwischen den Planungsbehörden erforderlich. Das Projekt NorthSEE will den Grundstein für den Aufbau solcher fester Kooperationsstrukturen legen. Ulrich Scheffler vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), das die Federführung im Projekt innehat, erklärt im Interview, wie das erreicht werden soll.

0
13.11.
2017

SubNodes: Mobilität schafft gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Landesteilen

Interview mit Dr. Klaus Bongartz aus dem Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Belebter Bahnhof © connel design, fotolia.com

Mit dem Ausbau der transeuropäischen Verkehrsnetze, den sogenannten TEN-T (Trans-European Networks – Transport), entstehen gegenwärtig wichtige Verkehrsknotenpunkte im Schienenverkehr auch abseits großer Metropolen wie Frankfurt oder Paris. Die Nahverkehrsanbindung des Umlandes zu diesen Hauptknotenpunkten ist allerdings oft nicht ausreichend vorhanden. Die Regionen können nur eingeschränkt von den Hochgeschwindigkeitsnetzen profitieren. Das Mitteleuropa-Projekt SubNodes versucht mit neuen Strategien den ÖPNV kleiner Städte in der Nähe der Hauptknotenpunkte auszubauen und effizienter zu gestalten. Ziel ist es, diese Städte zu Mittelzentren der Verkehrsinfrastruktur, also zu Sub-Knoten, weiterzuentwickeln. Sie sollen das Hinterland besser mit dem TEN-T-Schienennetz verbinden und damit Vorteile für die Region bringen. Die Leitung des Projekts übernimmt das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft. Projektkoordinator Dr. Klaus Bongartz erklärt im Interview, wie effiziente Sub-Knoten die Attraktivität von suburbanen Umlandregionen für Einwohner und Unternehmen steigern können.

0
26.10.
2017

C-TEMAlp: Traditions-Unternehmen im Alpenraum erhalten

Interview mit Martina Agosti von der Italienischen Handelskammer München-Stuttgart

Büro, © Marc Müller, pexels.com

Der demografische Wandel und die globale Wettbewerbsfähigkeit sind im Alpenraum eine große Herausforderung für den Fortbestand von Unternehmen in traditionellen Produktionsbereichen. Das Projekt C-TEMAlp (Continuity of Traditional Enterprises in Mountain Alpine Space Areas) zielt darauf ab, diese kleinen und mittleren Unternehmen zu erhalten und sie beim Generationenwechsel und der Geschäftsübertragung zu unterstützen. Wie dies gelingen kann, erzählt Projektmanagerin Martina Agosti von der Italienischen Handelskammer München-Stuttgart.

0
19.10.
2017

SEMPRE: Soziale Dienstleistungen in ländlichen Räumen verbessern

Interview mit Doris Scheer, Europareferentin des Diakonischen Werkes Schleswig-Holstein

Zusammenarbeit, © Andrey Popov, Fotolia.com

Im Zentrum des Projekts SEMPRE stehen ländliche Räume im Ostseeraum und ihre sich stark ausdünnende soziale Infrastruktur. Doris Scheer, Europareferentin des Diakonischen Werkes Schleswig-Holstein erklärt im Interview,  wie soziale Dienstleister die Lebensqualität in diesen Regionen durch qualitativ hochwertige Angebote positiv beeinflussen können.

0
12.10.
2017

„Mit Herzblut und Engagement“

Europäische Route der Backsteingotik feiert zehnjähriges Bestehen

St. Marienkirche in Lübeck, © Peter Berg

Die typischen backsteingotischen Bauten der Ostseeregion strahlen mit ihrem satten Rot einen ganz besonderen Charme aus. Sie versetzen die Besucher 800 Jahren zurück, in die Zeit der Hanse, der Kloster- und Stadtgründungen. Der Erhalt und die Vermittlung dieses einzigartigen europäischen Kulturerbes ist das Ziel des Vereins „Europäische Route der Backsteingotik“, der am 26. September 2017 in Greifswald seinen zehnjährigen Geburtstag feierte. Den Anschub für diese Initiative, die heute komplett aus Eigenmitteln finanziert wird, bildete ein gleichnamiges Interreg-B-Projekt, das von 2002 bis 2007 von der EU unterstützt wurde. Denkmalpfleger und Tourismus-Fachleute der 39 dänischen, deutschen und polnischen Mitgliedstädte arbeiten seit einer Dekade Hand in Hand, um Besuchern die Backsteingotik mit einer umfangreichen gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit näher zu bringen. Geschäftsführerin Steffi Zurmühlen erzählt im Interview, was die europäische Dimension und den Erfolg der Kulturroute ausmacht.

0
21.09.
2017

Wie soll Interreg B in Zukunft aussehen? Kommen wir ins Gespräch!

Ländervertreter von Haaren (Nordsee) und Ballnus (Alpenraum) betonen Mehrwert der transnationalen Zusammenarbeit und laden zum Dialog ein

Vernetzung © vege, Fotolia.com

In der aktuellen Förderperiode wurde bereits ungewöhnlich früh mit der Diskussion zur Zukunft der Interreg-Programme nach 2020 begonnen. Angeheizt durch den Brexit und andere europakritische Bewegungen müssen sich die transnationalen Programme derzeit einmal mehr der Frage stellen: Welchen Mehrwert hat die transnationale Zusammenarbeit?

0
20.09.
2017

Mit ALLIANCE nachhaltige und innovative Produkte aus marinen Ressourcen der Ostsee entwickeln

Interview mit Prof. Dr. Deniz Tasdemir vom GEOMAR-Biotech Zentrum für Marine Biotechnologie

Projekt Geomar ®Christoph Wirth

Die marine oder „blaue“ Biotechnologie ist ein Sektor mit großem Wachstumspotential. In marinen Ressourcen, wie Algen oder Mikroorganismen, stecken viele Wirkstoffe, die für Medikamente oder Kosmetika genutzt werden können. Leider sind diese Stoffe bislang nur wenig erforscht. Hohe Anschaffungs- und Unterhaltungskosten für das notwendigen Equipments zur Gewinnung und Verarbeitung des Rohmaterials erschweren den Wissenschaftlern und kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) oft den Zugang zu dieser Technologie und hemmen damit auch die Nutzung mariner Stoffe. An dieser Stelle setzt das Ostseeraum-Projekt „Baltic Blue Biotechnology Alliance“ an. Es bündelt die Erfahrungen und Expertise der Projektpartner, um die Entwicklung mariner, biologisch produzierter Erzeugnisse in der gesamten Wertschöpfungskette voranzutreiben. Federführender Partner ist die Forschungseinheit Marine Naturstoffchemie des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung in Kiel. Die Projektkoordinatorin Prof. Dr. Deniz Tasdemir erklärt im Interview, welche Potenziale ein solches Netzwerk für die Entwicklung der marinen Biotechnologie in der Ostseeregion hat.

0
29.08.
2017

URBAN INNO: Beteiligungsansätze in der „Smart City“

Interview mit Tamara Högler vom CyberForum e.V. Karlsruhe

Die „Smart City“ ist in aller Munde. Tatsächlich gibt es jedoch viele Technologien und Lösungsansätze, die in Städten zwar angeboten werden, die aber dennoch keine breite Anwendung finden, weil die Anwohner sie nicht gut kennen oder schlicht die Akzeptanz dafür fehlt. Hier setzt das Interreg-Projekt aus dem Mitteleuropa-Raum URBAN INNO unter Federführung der kroatischen Stadt Rijeka an. Es möchte zum einen die Smart City-Akteure besser vernetzen, wie etwa Behörden, Forschungseinrichtungen, die Industrie und die Städter selbst. Vor allem aber setzen die Projektpartner auf Beteiligungsformate, um die Bürger und ihre Wünsche von Anfang an in Innovationsprozesse mit einzubeziehen. Tamara Högler vom CyberForum e.V. in Karlsruhe erklärt im Interview, wie URBAN INNO in Karlsruhe dazu beiträgt, energetische Aspekte einer E-Bike-Infrastruktur gemeinsam mit den relevanten Akteuren zu diskutieren.

0
15.08.
2017

Maritime Raumordnung: „Einen Schweinswal interessiert es nicht, ob er durch dänisches oder deutsches Gewässer schwimmt“

Interview mit Nele Kristin Meyer vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie zum Interreg-Projekt Baltic LINes

Offshore-Windpark, ©shutterstock 143571343

Bei der Nutzung der Ostsee herrscht große Konkurrenz, angefacht von vielen oft gegensätzlichen Interessen. Die maritime Raumordnung ist ein wichtiges Instrument zur Koordinierung, damit die Interessen der verschiedenen Akteure auf dem Meer gewahrt werden können ohne dabei der Umwelt  zu schaden oder im Gegensatz zu Planungsvorhaben angrenzender Nachbarstaaten zu stehen. Sie kann daher nur effektiv sein, wenn nationale Pläne sich nicht widersprechen. Projektmanagerin Nele Kristin Meyer vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie erklärt im Interview, warum es so wichtig ist, Schifffahrtsrouten und Korridore für die Energieinfrastruktur abzustimmen und wie das Ostseeraum-Projekt Baltic LINes dazu beiträgt. 

0
31.07.
2017

„Jeder Jeck ist anders, jede Region, jeder Raum hat andere Bedürfnisse“

Adam Radvanszki zieht Bilanz über seine Zeit beim BBSR, die Bedeutung der europäischen Raumentwicklung und die verschiedenen Arbeitsstrukturen in den Mitgliedstaaten

Adam Radvanszki bei einem Vortrag im Rahmen von Interact © Bildarchiv der Region Bratislava

Als ich 2012 im Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Referat „Europäische Raum- und Stadtentwicklung“ angefangen habe, kamen mir die Aufgaben bekannt vor. Ich hatte davor in einem ähnlichen Institut von nationaler Bedeutung gearbeitet, in einem ähnlichen Referat mit einem sehr ähnlichen thematischen Portfolio – nur in einem anderen Land, in Ungarn. „Europa ist doch eins, die Ziele der europäischen Stadt- und Raumentwicklung haben wir doch gemeinsam geformt, die Arbeit im BBSR kann nicht so anders sein“, dachte ich. Doch, ich habe in den letzten fünf Jahren viel Neues dazu gelernt, ich musste eine neue Position einnehmen und dazu die Unterschiede besser verstehen.

0
18.07.
2017

Transnationale Zusammenarbeit in Zahlen

So kooperieren die sechs Programmräume mit deutscher Beteiligung in der aktuellen Förderperiode

© Rawpixel, Fotolia.com

Blaues Wachstum in der Nordsee, umweltfreundlicher Güterverkehr durch das Nadelöhr Alpen, Innovationsprojekte in Nordwesteuropa – dass die sechs verschiedenen Interreg B-Programmräume mit deutscher Beteiligung unterschiedliche Prioritäten haben, die ihren geographischen Besonderheiten entsprechen, ist bekannt.  Allerdings zeigen sich auch bedeutende strukturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Wer ist involviert? Wie umfangreich sind die genehmigten Projekte? Welche Arten von Projekten werden bevorzugt? Welches ist die beliebteste  Förderpriorität? Dies sind Fragen, denen dieser Artikel nachgeht.

0
11.07.
2017

Energieeffiziente LED-Beleuchtung im öffentlichen Raum

Interview mit Evgenia Mahler zum Projekt „Dynamic Light“

Dynamic Light, © Evgenia Mahler

Das Mitteleuropa-Projekt Dynamic Light beschäftigt sich mit einer bedarfsgerechten Beleuchtung im öffentlichen Raum. Der heutige Stand der LED-Technologie bietet viele intelligente Lösungen für eine innovative und energieeffiziente Lichtgestaltung. Um die möglichen Verbesserungen zugänglich zu machen, müssen sie jedoch zuerst auf ihre Wirkung hin erprobt werden. Ziel ist es, die Akzeptanz für eine energieeffiziente öffentliche Beleuchtung bei den Bürgern und den verantwortlichen Planern zu erhöhen. Projektmanagerin Evgenia Mahler von der Hochschule Wismar erklärt im Interview, wie die Projektpartner dieses Ziel erreichen möchten.

0
29.06.
2017

noPILLS!

Interreg-Projekte stoßen bundes- und europaweit Initiativen zum Umgang mit Pharmarückständen im Abwasser an

© Kirsten Neumann/Emschergenossenschaft: Apothekerin Doris Schönwaldt, Beiratsvorsitzende "Essen macht's klar"

Europa hat ein hohes Niveau bei der Gesundheitsversorgung: Unsere Medikamente sind behördlich zugelassen und jederzeit verfügbar. Doch die wenigsten Konsumenten wissen, dass Tabletten oder Tropfen im Körper meist nicht vollständig verstoffwechselt, sondern zum Großteil wieder ausgeschieden werden: Bis zu 70 Prozent aller Wirkstoffe landen im Abwasser. Hinzu kommen Altmedikamente, die oft achtlos über Toilette oder Spüle  entsorgt werden. Seit 2007 haben sich das Interreg-Projekt PILLS und das Nachfolgevorhaben noPILLS unter Federführung der Emschergenossenschaft damit beschäftigt, welche negativen Folgen Pharmarückstände im Abwasser für Mensch und Umwelt haben und wie man diese vermindern kann. Über ihre Laufzeit hinaus haben die Projekte zahlreiche Vorhaben in ganz Nordwesteuropa angestoßen, wie etwa neue Kläranlagen an Krankenhäusern und Aufklärungskampagnen. In Deutschland fließen die Interreg-Ergebnisse jetzt auch in die Strategieentwicklung auf Bundesebene ein. In Essen ging zudem am 14. Juni 2017 die Initiative „Essen macht’s klar – Weniger Medikamente im Abwasser“ an den Start.  

0
20.06.
2017

Akteure für Sanierungsvorhaben im Quartier aktivieren

Interview mit CAN-Projektmanagerin Jenny-Claire Keilmann vom Klima-Bündnis

Essen, © Michael Schwettmann

Städte mit ihrem großen Gebäudebestand und der dazugehörigen Infrastruktur spielen für die Energie- und Klimaziele eine wichtige Rolle. Denn auf sie entfallen rund 40 Prozent des Energieverbrauchs in Europa. Die Strategie „Europa 2020“ fordert bis 2020 eine Reduzierung des Treibhausgasausstoßes und des Energieverbauch um jeweils 20 Prozent. Das Projekt Climate Active Neighbourhoods (CAN) trägt dazu bei, diese Ziele in Stadtquartieren Nordwesteuropas zu erreichen. Wie das gelingen kann und worauf das Projektkonsortium seinen Fokus gelegt hat, erzählt Projektmanagerin Jenny-Claire Keilmann im Interview. Sie arbeitet beim Klima-Bündnis, das das Interreg-Projekt federführend koordiniert.

0
23.05.
2017

Europäische Zusammenarbeit stärkt Städte und Regionen!

Erfolgreiche Bilanz bei Interreg-Halbzeitkonferenz in Berlin

Publikum, © Dirk Deckbar

Unter dem Motto "Europäische Zusammenarbeit stärkt Städte und Regionen!" fand am 16. Mai 2017 in Berlin die Interreg B - Halbzeitkonferenz statt, zu der  das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) als fachlich zuständiges Ressort in Deutschland eingeladen hatte. Rund 170 Akteure aus Ländern, Kommunen, Verbänden, Unternehmen und Forschung sind dieser Einladung gefolgt und haben zur Mitte der offiziellen Programmlaufzeit (2014 bis 2020) Bilanz gezogen, Wirkungen und Mehrwert von Interreg B diskutiert und Perspektiven für die Zeit nach 2020 aufgezeigt.

0
08.05.
2017

Bessere Kombination von Bahn, Schiff und LKW für einen umweltschonenden Güterverkehr

Interview mit Dr. Karin Jäntschi-Haucke, Oberste Baubehörde Bayern zum Projekt AlpInnoCT

Containerdepot der Firma Kloiber in München-Riem, © Jäntschi-Haucke

Beim Alpenraum-Projekt Alpine Innovation for Combined Transport (AlpInnoCT) arbeiten fünfzehn Partnern-Institutionen aus Deutschland, Italien, Österreich, Slowenien und der Schweiz zusammen, um den Güterverkehr über die Alpen so umweltschonend und effizient wie möglich abzuwickeln. Um dies zu erreichen, sollen die Verkehrsträger LKW, Bahn und Schiff miteinander kombiniert werden. Davon versprechen sich die Partner eine Optimierung der bisherigen Transportkette. Dr. Karin Jäntschi-Haucke von der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr erklärt im Interview, wie das erreicht werden kann. Die Oberste Baubehörde ist Lead Partner des Projektes.

0
18.04.
2017

Zukunftsfähige Mobilität im ländlichen Raum

Interview mit Sophie Golinski, Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt zum Projekt RUMOBIL

Study-Trip nach Meißen zum „Bürgerbus Lommatzscher Pflege“,11.11.2016, Foto: Frank Trepte

Gerade in ländlichen Räumen, die vom demografischen Wandel betroffen sind, ist es nicht immer leicht, eine ausreichende Anbindung mit dem öffentlichen Nahverkehr zu gewährleisten und gleichzeitig veränderten Mobilitäts-Bedürfnissen gerecht zu werden. Im Mitteleuropa-Projekt RUMOBIL erarbeiten 13 Projektpartner entsprechende Mobilitätsstrategien und passen ihre Verkehrspolitik an die neuen Anforderungen an. In allen Partnerregionen werden zudem Maßnahmen zur Verbesserung der Nahmobilität erprobt. Sophie Golinski arbeitet beim Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, dem Lead Partner von RUMOBIL. Die Projektmanagerin erzählt, welchen Mehrwert RUMOBIL für die Anbindung ländlicher Räume erbringen kann.

0
06.04.
2017

Alpenraum: Gemeinsam Berge versetzen!

Intensiver Austausch beim „meet &match forum“ des Alpenraumprogramms

Gemeinsam Berge versetzen – Unter diesem Motto trafen sich am 21. und 22. März 2017 beim „meet & match forum“ des Interreg-Alpenraumprogramms in Mailand rund 280 VertreterInnen aus Verwaltung, Forschungsinstitutionen, Verbänden und Unternehmen. Die Netzwerk- und Informationsveranstaltung fand großen Anklang – neben den zahlreichen aktiven Teilnehmern verfolgten zusätzlich 130 Personen das Forum über einen Live-Stream im Internet. Ziel des Meetings war unter anderem ein intensiver Austausch zwischen Vertretern des transnationalen Alpenraumprogramms und Akteuren der EU-Strategie für den Alpenraum (EUSALP). Außerdem sollten „Interreg-Neulinge“ für den Alpenraum begeistert und neue Projekte für den anstehenden dritten Alpenraum-Call vorbereitet werden.

0
22.03.
2017

"Wir brauchen mehr Interreg-Projekte zum demografischen Wandel"

Interview mit Prof. Bernhard Müller, Direktor des IÖR Dresden und Interreg-Botschafter

Der Raumplaner und Geograph Prof. Bernhard Müller ist seit 1997 Direktor des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) in Dresden, wo auch die deutsche Kontaktstelle für das Interreg-Programm Mitteleuropa beheimatet ist. Neben vielen anderen Themen beschäftigt er sich als Leiter des Lehrstuhls für Raumentwicklung an der TU Dresden seit Jahren mit Alterungsprozessen unserer Gesellschaft und ihren Wirkungen auf den Raum. Im Gespräch erklärt Müller, der der transnationalen Zusammenarbeit als Interreg-Botschafter eine Stimme gibt, welche Herausforderungen und Chancen der demografische Wandel mit sich bringt und was Interreg zu einem gelungenen Umgang mit diesem Thema beitragen kann.

0
15.03.
2017

Wege zur grenzüberschreitenden Raumbeobachtung

Ein Bericht aus der Perspektive Schleswig-Holsteins

Flaggen_DE+DK © Traumbild - Fotolia.com

Vom 9. bis 10. Februar 2017 fand in Berlin unter der fachlichen Leitung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung die Fachkonferenz "Deutschland und angrenzende Regionen - Wege zur Raumbeobachtung" statt. Es wurden Status quo, Empfehlungen und Zukunftsoptionen besprochen. Anja Schmid, Referatsleiterin in der schleswig-holsteinischen Staatskanzlei berichtet über ihre Teilnahme an der Konferenz und die Bedeutung der grenzüberschreitenden Kooperation mit Dänemark für das nördlichste Bundesland. 

0
08.03.
2017

Territoriale Kohäsion: Was verbirgt sich dahinter?

Das Konzept Europa mit seinem gemeinschaftlichen Politikansatz für viele Bereiche, wie etwa in der Regionalpolitik, erlebt derzeit schwierige Zeiten und wird von vielen Seiten in Frage gestellt. Umso wichtiger ist daher die Auseinandersetzung mit den Grundzügen der europäischen Politik des territorialen Ausgleichs. Frau Simin Davoudi, Professorin für Umweltpolitik und Planung an der Universität Newcastle, erläutert anhand von Schlüsselfragen, was territoriale Kohäsion bedeutet und warum eine Politik des europäischen Ausgleichs nötig ist. Dabei nimmt sie Bezug auf die Geschichte der europäischen Regional- und Wirtschaftspolitik.

0
21.02.
2017

Ausbau regenerativer Energien durch abgestimmte Planungen

Interview mit Frau Dr. Gabriele Hoffmann vom Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern zum Projekt BEA-APP

Blick auf Rapsfeld; shutterstock_106958942

Bei BEA-APP geht es um die raumplanerischen Herausforderungen der Energiewende: Damit die Klimaschutz-Ziele erreicht werden können, müssen in der Ostseeregion zusätzliche Flächen für Wind- und Bioenergieeinheiten oder Photovoltaikanlagen ausgewiesen werden. Es gilt, geeignete Areale auszuwählen und Kompromisse für konkurrierende Nutzungsansprüche zu finden. Wie das gelingen kann, erzählt Dr. Gabriele Hoffmann vom Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern, Lead Partner bei BEA-APP, im Interview.

0
14.02.
2017

Feste Kooperationsstrukturen für die maritime Raumordnung in der Nordsee etablieren

Partnertreffen des Projektes NorthSEE in Berlin

In der Nordseeregion ist die maritime Raumordnung (MRO) sehr dynamisch. Mitunter gegenläufige nationale Ziele und Strategien prägen die Entwicklung der Gewässernutzung. Um eine konsistente und grenzüberschreitende Planung im Sinne der EU-Richtlinie der MRO umsetzen zu können, ist eine enge Abstimmung und langfristige Zusammenarbeit zwischen den Planungsbehörden erforderlich. Das Projekt NorthSEE will den Grundstein für den Aufbau solcher fester Kooperationsstrukturen legen. Vom 16. bis 18. Januar 2017 trafen sich die NorthSEE Projektpartner im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Berlin. Worum es dabei ging und was bislang im Projekt erreicht wurde, erzählt Ulrich Scheffler vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), das die Federführung im Projekt innehat.

0
07.02.
2017

EmpInno: Innovationspotenzial von mittelgroßen Städten und Regionen besser nutzen

Interview mit Gert Proba von der Wirtschaftsförderung Rostock

In der Förderperiode 2014-2020 hat die EU sogenannte „Regionale Innovationsstrategien zur intelligenten Spezialisierung“, kurz RIS3, als Voraussetzung für die Zuweisung von Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) eingeführt. In Deutschland haben die Bundesländer die Hoheit über die einzelnen RIS3. Oftmals fehlen jedoch gerade in den mittelgroßen Städten und Regionen Europas noch die Erfahrung und die Kompetenz, um die geforderten Innovationsstrategien auch umzusetzen. Gert Proba ist Bereichsleiter für Bestandsentwicklung bei der Gesellschaft für Wirtschafts- und Technologieförderung Rostock mbH, die die Federführung beim Interreg-Projekt EmpInno innehat. Er erklärt im Interview, wie EmpInno mittelgroße Städte und Regionen im Ostseeraum dabei unterstützt, ihre RIS3-Strategien „mit Leben zu füllen“, um ihr vorhandenes Innovationspotenzial besser nutzen zu können.

0
31.01.
2017

Wie werden unsere Städte klimatauglich?

„Future Cities“ trägt auch nach Projektende dazu bei, Strategien zur Anpassung an den Klimawandel in den Planungsalltag einzubringen

Juli 2008 Jahrhundert-Unwetter in Dortmund, Februar 2010 Sturmtief Xynthia wütet über Deutschland, Juni 2014 Orkan Ela, Juni 2016 Land unter in Münsters Südosten, Januar 2017 Sturmflut an der Ostseeküste … Die Nachrichten über Wetterextreme in Deutschland lassen sich weiter auflisten: Starkregen, Überschwemmungen, Stürme, Hitzeperioden im Sommer. Die Folgeschäden durch Extremwetterereignisse sind in Städten besonders hoch: dichte Besiedlung, ein hoher Versiegelungsgrad und kritische Infrastrukturen sind Gründe für die hohe Verwundbarkeit. Was ist dagegen zu tun? Das Interreg IVB-Projekt "Future Cities" hat dafür Instrumente entwickelt, die auch über die Laufzeit hinaus breite Anwendung in den Kommunen finden.

0
23.01.
2017

Binnenschifffahrts-Projekt EMMA: „Wo eng zusammengearbeitet wird, entstehen weniger Konflikte“

Interview mit Stefan Breitenbach, Leiter der Projektabteilung bei Hafen Hamburg Marketing e.V.

Binnenschiff EMMA

Das Interreg-Projekt EMMA möchte die Binnenschifffahrt in der Ostseeregion aufwerten und weiterentwickeln. Damit trägt EMMA auch zur makroregionalen EU-Strategie für den Ostseeraum (EUSBSR) bei. Projektleiter Stefan Breitenbach vom federführenden Partner Hafen Hamburg Marketing erklärt im Interview, warum die Binnenschifffahrt wesentlich mehr Aufmerksamkeit verdient hat und warum Verständnis für die Denkweise anderer europäischer Partner entscheidend ist für das Gelingen eines Interreg-Projektes.

0
17.01.
2017

GRETA: Erdwärme als klimaschonende Energie-Alternative

Interview mit Christine Haas von der TU München

Erdwärme, Fachbegriff „oberflächennahe Geothermie“, ist die regenerative Energiequelle aus den oberen zehn bis 400 Metern unserer Erde und vielseitig einsetzbar. So etwa zur Heizung und Kühlung von Gebäuden mit Hilfe von Erdwärmepumpen, oder zur direkten Kühlung, zum Beispiel mit Grundwasser. Im Vergleich zu Photovoltaik oder Windenergie ist sie in der politischen Diskussion jedoch noch relativ unterrepräsentiert. Das von der TU München federführend koordinierte Projekt GRETA möchte dazu beitragen, das oberflächennahe geothermische Potential der Partnerregionen flächendeckend zu erfassen. Kommunen und Planer sollen zudem mit Leitlinien und Weiterbildungen bei der Anwendung unterstützt werden. Projektmanagerin Christine Haas von der TU München erklärt im Interview, welche Möglichkeiten die oberflächennahe Erdwärme für den Alpenraum bietet.

0
05.01.
2017

Europa arbeitet zusammen!

Gedanken zum zurückliegenden Jahr

Denke ich an Europa und das zurückliegende Jahr, fallen mir zunächst die vielen Schlagzeilen zu den Krisen ein, die Europa zur Zeit zu bewältigen hat: Angefangen bei den Wirtschafts- und Finanzkrisen, dem Brexit, über die Situation der Flüchtlinge, über Terrorattacken bis hin zu Kriegen in der europäischen Nachbarschaft. Die Schlagzeilen lassen manchmal vergessen, dass sich in der Europäischen Union und Europa trotzdem viel bewegt. Wir kooperieren, um grenzüberschreitende Lösungen für Herausforderungen zu erarbeiten, die wir nur gemeinsam meistern können.

0