Interreg

Juni 2017

29.06.
2017

noPILLS!

Interreg-Projekte stoßen bundes- und europaweit Initiativen zum Umgang mit Pharmarückständen im Abwasser an

© Kirsten Neumann/Emschergenossenschaft: Apothekerin Doris Schönwaldt, Beiratsvorsitzende "Essen macht's klar"

Europa hat ein hohes Niveau bei der Gesundheitsversorgung: Unsere Medikamente sind behördlich zugelassen und jederzeit verfügbar. Doch die wenigsten Konsumenten wissen, dass Tabletten oder Tropfen im Körper meist nicht vollständig verstoffwechselt, sondern zum Großteil wieder ausgeschieden werden: Bis zu 70 Prozent aller Wirkstoffe landen im Abwasser. Hinzu kommen Altmedikamente, die oft achtlos über Toilette oder Spüle  entsorgt werden. Seit 2007 haben sich das Interreg-Projekt PILLS und das Nachfolgevorhaben noPILLS unter Federführung der Emschergenossenschaft damit beschäftigt, welche negativen Folgen Pharmarückstände im Abwasser für Mensch und Umwelt haben und wie man diese vermindern kann. Über ihre Laufzeit hinaus haben die Projekte zahlreiche Vorhaben in ganz Nordwesteuropa angestoßen, wie etwa neue Kläranlagen an Krankenhäusern und Aufklärungskampagnen. In Deutschland fließen die Interreg-Ergebnisse jetzt auch in die Strategieentwicklung auf Bundesebene ein. In Essen ging zudem am 14. Juni 2017 die Initiative „Essen macht’s klar – Weniger Medikamente im Abwasser“ an den Start.  

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20.06.
2017

Akteure für Sanierungsvorhaben im Quartier aktivieren

Interview mit CAN-Projektmanagerin Jenny-Claire Keilmann vom Klima-Bündnis

Essen, © Michael Schwettmann

Städte mit ihrem großen Gebäudebestand und der dazugehörigen Infrastruktur spielen für die Energie- und Klimaziele eine wichtige Rolle. Denn auf sie entfallen rund 40 Prozent des Energieverbrauchs in Europa. Die Strategie „Europa 2020“ fordert bis 2020 eine Reduzierung des Treibhausgasausstoßes und des Energieverbauch um jeweils 20 Prozent. Das Projekt Climate Active Neighbourhoods (CAN) trägt dazu bei, diese Ziele in Stadtquartieren Nordwesteuropas zu erreichen. Wie das gelingen kann und worauf das Projektkonsortium seinen Fokus gelegt hat, erzählt Projektmanagerin Jenny-Claire Keilmann im Interview. Sie arbeitet beim Klima-Bündnis, das das Interreg-Projekt federführend koordiniert.

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