Interreg
03.09.
2015

25 Jahre Freiheit und Einheit – Dialog mit den Bürgern

Interreg-Stand im BMVI gut besucht

Am 29. und 30. August waren das Bundeskanzleramt und die Türen der Bundesministerien in Berlin offen, damit die interessierten Bürger einen Einblick in die Arbeit der Bundesregierung bekommen können. Auch die Türen des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in der Invalidenstraße waren offen, wo das Ministerium und verschiedene Behörden aus dem Geschäftsbereich die Besucher an etwa 50 Ständen mit vielen interessanten Themen erwarteten. Rund 156.000 Gäste haben den Tag der offenen Tür besucht und sich über aktuelle Themen der Bundesregierung informiert. Schwerpunktthemen waren unter anderem "25 Jahre Deutsche Einheit", die Digitale Agenda und der Bürgerdialog "Gut leben". Planung für ein gutes Leben in einem vereinten Europa sind Themen, wozu auch die europäische Raumentwicklungspolitik und das Programm Interreg B beitragen.

Vertreter des BMVi und des BBSR führten angeregte Gespräche mit den Besuchern. (Quelle: Dr. Karl Peter Schön)

An dem Stand im BMVI „Interreg B – Förderung grenzübergreifender Regionen“ haben die Mitarbeiter von BMVI und BBSR das Publikum über die europäische territoriale Zusammenarbeit und das Programm Interreg B bürgernah informiert. Neben der Idee und dem Ziel der transnationalen Zusammenarbeit wurden wichtige Daten und Informationen zu den sechs Interreg-Programmräumen mit deutscher Beteiligung dargestellt. Projektbeispiele verdeutlichten den Besuchern das große Themenspektrum von Interreg B und die Schwerpunkte der Zusammenarbeit zwischen den Regionen. Neben Interreg wurden auch Ergebnisse des europäischen Forschungsnetzwerks ESPON vorgestellt, um den Bürgern einen Überblick über aktuelle räumliche Entwicklungen in Europa zu vermitteln.

Die Besucher konnten sich nicht nur über Europa und europäische Raumentwicklung informieren, sondern auch selbst aktiv werden und ihr Wissen testen. Mit einem interaktiven Spiel konnten kleine und große Besucher ihre Grundkenntnisse prüfen und am Computer raten, wo die Hauptstädte Europas liegen. Bei einem Europa-Quiz überprüften die Besucher ihre Kenntnisse zu verschiedenen Themen der europäischen Raumentwicklung. Bei den nicht immer einfachen Fragen ergaben sich viele Möglichkeiten zum Gespräch zwischen den Besuchern und den BMVI- und BBSR-Mitarbeitern. Dabei wurden Erfahrungen über Europa ausgetauscht und über Herausforderungen und Fördertätigkeiten im Rahmen von Interreg informiert.

Die Besucher waren vielfältig: von Experten über Familien mit Kindern bis hin zu Senioren. Viele zeigten großes Interesse an Europa. Nicht nur die Fachleute aus anderen Bundesbehörden, sondern auch das breite Publikum zeigte viel Interesse und große Kenntnisse über die räumliche Entwicklung in Europa. Die meisten Besucher interessierten sich für allgemeine Themen der europäischen Raumentwicklung und Zusammenarbeit, für die grenzübergreifenden Beziehungen mit Polen, für das Thema der demografischen Entwicklung in Europa, sowie Wanderungen und Flüchtlingsströme. Die Resonanz war durchweg positiv.

Den Teilnehmern wurde bewusst, wie wichtig es ist, in Europa zusammenzuarbeiten. Denn es gibt viele Aufgaben, die sich nur gemeinsam lösen lassen. Für die Veranstalter war der Dialog mit den Bürgern eine wichtige Erfahrung, wie die manchmal abstrakten Themen der Raumentwicklung respektive Interreg mit den Erfahrungen der Bürger zusammengebracht werden können.

Dr. Karl Peter Schön ist Leiter des Referats Europäische Raum- und Stadtentwicklung im Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Das Referat unterstützt das BMUB bei der internationalen Stadtentwicklungspolitik und das BMVI bei der Umsetzung der europäischen Raumentwicklungspolitik, insbesondere der Programme Interreg B und ESPON.

Adam Radvanszki ist Mitarbeiter im Referat Europäische Raum- und Stadtentwicklung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Inhaltliche Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Europäische Raumentwicklungspolitik und Begleitforschung, Ergebnistransfer und Öffentlichkeitsarbeit der transnationalen territorialen Zusammenarbeit im Rahmen von Interreg und ESPON.