Interreg
19.09.
2016

„Hervorragende Alternative zum Auto“

Interview mit Vincenzo Trevisan vom Regionalverband FrankfurtRheinMain

In zwei Sätzen: Worum geht es in Ihrem Projekt?

Darum, Radschnellwege als neue Kategorie der Raumplanung zu etablieren – und dies im europäischen Maßstab!

Was ist Ihre persönliche Motivation für die Zusammenarbeit an diesem Thema?

Das Thema Radschnellwege ist neu. Und es ist ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Verkehrsgestaltung in Ballungsräumen in Nordwesteuropa. Neue Themen zu platzieren ist nicht immer leicht, aber daraus schöpft sich meine Motivation: Die Umsetzung von Radschnellwegen in der Planung und letztlich auch bei der Politik entscheidend voranzubringen.

Was bringt das Projekt für Ihre Region?

Die Region FrankfurtRheinMain ist ein hoch verdichteter Ballungs- und Transitraum. Frankfurt bildet sogar die Pendlerhauptstadt Deutschlands: Jeden Tag strömen 200.000 Fahrzeuge in die Stadt und abends wieder raus. Radschnellwege bilden im Bereich von zehn bis 30 Kilometer eine hervorragende Alternative zum Auto, hin zu einer stadt- und umweltverträglichen Mobilität und damit zu einer lebenswerteren Region FrankfurtRheinMain.

© Kara - Fotolia.com

Warum ist es wichtig, dieses Projekt europäisch umzusetzen?

Weil wir von anderen Ländern, die schon ein bisschen weiter sind, viel lernen können. Natürlich können wir auch etwas zurückgeben. Vor allem aber lernen alle durch den europäischen Austausch gute Planungspraktiken und gute Verfahrensweisen kennen, nicht zuletzt aber auch Wertschätzung und Verständnis. Wir sitzen alle im selben Boot!

Vervollständigen Sie: Wenn das Projekt CHIPS gelingt, wird in zehn Jahren….

… die Lage an einem Radschnellweg für Kommunen ein Standortfaktor sein, mit dem um Unternehmen geworben wird.

Ihr bislang schönstes Erlebnis im Rahmen des Projektes?

Das erste Kennenlerntreffen aller Partner in Leuven, Belgien! Es ist schön, dass viele interessante Menschen aus verschiedenen Ländern am gleichen Ziel arbeiten - man ist nicht alleine! Und vielfältige Blickwinkel, Erfahrungen und Wissen ergeben für mich persönlich, aber auch für das Thema an sich, einen großen Mehrwert.

www.cyclehighways.eu

https://twitter.com/CHIPS_EUproject

Vincenzo Trevisan arbeitet in der Abteilung Mobilität beim Regionalverband FrankfurtRheinMain. Er ist Projektleiter des Nordwesteuropa-Projektes CHIPS (Laufzeit: 2016-2019).