Interreg
12.12.
2017

„Die Raumentwicklungspolitik sollte sich angesichts der aktuellen Herausforderungen zu Wort melden!“

Dr. Karl Peter Schön über Ursprünge, Entwicklung und Zukunft der europäischen Raumentwicklungspolitik

Eschau, © Leonid Andronov, Fotolia.com

Wie und warum sind Interreg und ESPON entstanden? Inwiefern hat die Gründung der EU zum Aufkommen der europäischen Raumentwicklungspolitik beigetragen? Und warum sind territoriale Zukunftsvisionen heute wichtiger als je zuvor? Ausgehend vom Jahr 1992, das sowohl die Gründung des Referats „Raumordnung in Europa“ in der Vorgänger-Institution des heutigen BBSR als auch die Geburtsstunde der europäischen Raumentwicklungspolitik markiert, reflektiert Dr. Karl Peter Schön deren Ursprünge, Entwicklung und Zukunft. Er selbst hat die gesamte Entwicklung als Leiter des Referats von Anfang an miterlebt und gestaltet. Im Herbst 2017 ist er nach 25 Jahren im Amt in den Ruhestand getreten.

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04.12.
2017

Gestartet und Fahrt aufgenommen!

Eindrücke vom ersten Jahresforum der EU-Strategie für den Alpenraum

Musikalische Untermalung durch Steibinger Alphornbläser ©Susanne Ast

Fast zwei Jahre gibt es jetzt die EU-Strategie für den Alpenraum. Wo stehen wir? Welche Ergebnisse können wir vorweisen? Und wie geht es weiter? Hierauf Antworten zu finden und in einen Austausch mit den rund 580 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus den europäischen Alpenstaaten zu treten, hat mich motiviert, zum ersten Jahresforum der EU-Alpenstrategie zu fahren. Im Rahmen des Forums, das am 23. und 24. November 2017 in München stattfand, gab es ergänzend ein Bürgerforum mit einem Bürgerdialog der Europäischen Kommission, eine Jugendkonferenz sowie eine umfangreiche Begleitausstellung.

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23.11.
2017

NorthSEE: Grenzüberschreitende Raumplanung in der Nordsee

Interview mit Ulrich Scheffler vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie

Nordsee © shutterstock.com

In der Nordseeregion ist die maritime Raumordnung (MRO) sehr dynamisch. Mitunter gegenläufige nationale Ziele und Strategien prägen die Entwicklung der Gewässernutzung. Um eine konsistente und grenzüberschreitende Planung im Sinne der EU-Richtlinie der MRO umsetzen zu können, ist eine enge Abstimmung und langfristige Zusammenarbeit zwischen den Planungsbehörden erforderlich. Das Projekt NorthSEE will den Grundstein für den Aufbau solcher fester Kooperationsstrukturen legen. Ulrich Scheffler vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), das die Federführung im Projekt innehat, erklärt im Interview, wie das erreicht werden soll.

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13.11.
2017

SubNodes: Mobilität schafft gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Landesteilen

Interview mit Dr. Klaus Bongartz aus dem Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Belebter Bahnhof © connel design, fotolia.com

Mit dem Ausbau der transeuropäischen Verkehrsnetze, den sogenannten TEN-T (Trans-European Networks – Transport), entstehen gegenwärtig wichtige Verkehrsknotenpunkte im Schienenverkehr auch abseits großer Metropolen wie Frankfurt oder Paris. Die Nahverkehrsanbindung des Umlandes zu diesen Hauptknotenpunkten ist allerdings oft nicht ausreichend vorhanden. Die Regionen können nur eingeschränkt von den Hochgeschwindigkeitsnetzen profitieren. Das Mitteleuropa-Projekt SubNodes versucht mit neuen Strategien den ÖPNV kleiner Städte in der Nähe der Hauptknotenpunkte auszubauen und effizienter zu gestalten. Ziel ist es, diese Städte zu Mittelzentren der Verkehrsinfrastruktur, also zu Sub-Knoten, weiterzuentwickeln. Sie sollen das Hinterland besser mit dem TEN-T-Schienennetz verbinden und damit Vorteile für die Region bringen. Die Leitung des Projekts übernimmt das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft. Projektkoordinator Dr. Klaus Bongartz erklärt im Interview, wie effiziente Sub-Knoten die Attraktivität von suburbanen Umlandregionen für Einwohner und Unternehmen steigern können.

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26.10.
2017

C-TEMAlp: Traditions-Unternehmen im Alpenraum erhalten

Interview mit Martina Agosti von der Italienischen Handelskammer München-Stuttgart

Büro, © Marc Müller, pexels.com

Der demografische Wandel und die globale Wettbewerbsfähigkeit sind im Alpenraum eine große Herausforderung für den Fortbestand von Unternehmen in traditionellen Produktionsbereichen. Das Projekt C-TEMAlp (Continuity of Traditional Enterprises in Mountain Alpine Space Areas) zielt darauf ab, diese kleinen und mittleren Unternehmen zu erhalten und sie beim Generationenwechsel und der Geschäftsübertragung zu unterstützen. Wie dies gelingen kann, erzählt Projektmanagerin Martina Agosti von der Italienischen Handelskammer München-Stuttgart.

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19.10.
2017

SEMPRE: Soziale Dienstleistungen in ländlichen Räumen verbessern

Interview mit Doris Scheer, Europareferentin des Diakonischen Werkes Schleswig-Holstein

Zusammenarbeit, © Andrey Popov, Fotolia.com

Im Zentrum des Projekts SEMPRE stehen ländliche Räume im Ostseeraum und ihre sich stark ausdünnende soziale Infrastruktur. Doris Scheer, Europareferentin des Diakonischen Werkes Schleswig-Holstein erklärt im Interview,  wie soziale Dienstleister die Lebensqualität in diesen Regionen durch qualitativ hochwertige Angebote positiv beeinflussen können.

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12.10.
2017

„Mit Herzblut und Engagement“

Europäische Route der Backsteingotik feiert zehnjähriges Bestehen

St. Marienkirche in Lübeck, © Peter Berg

Die typischen backsteingotischen Bauten der Ostseeregion strahlen mit ihrem satten Rot einen ganz besonderen Charme aus. Sie versetzen die Besucher 800 Jahren zurück, in die Zeit der Hanse, der Kloster- und Stadtgründungen. Der Erhalt und die Vermittlung dieses einzigartigen europäischen Kulturerbes ist das Ziel des Vereins „Europäische Route der Backsteingotik“, der am 26. September 2017 in Greifswald seinen zehnjährigen Geburtstag feierte. Den Anschub für diese Initiative, die heute komplett aus Eigenmitteln finanziert wird, bildete ein gleichnamiges Interreg-B-Projekt, das von 2002 bis 2007 von der EU unterstützt wurde. Denkmalpfleger und Tourismus-Fachleute der 39 dänischen, deutschen und polnischen Mitgliedstädte arbeiten seit einer Dekade Hand in Hand, um Besuchern die Backsteingotik mit einer umfangreichen gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit näher zu bringen. Geschäftsführerin Steffi Zurmühlen erzählt im Interview, was die europäische Dimension und den Erfolg der Kulturroute ausmacht.

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21.09.
2017

Wie soll Interreg B in Zukunft aussehen? Kommen wir ins Gespräch!

Ländervertreter von Haaren (Nordsee) und Ballnus (Alpenraum) betonen Mehrwert der transnationalen Zusammenarbeit und laden zum Dialog ein

Vernetzung © vege, Fotolia.com

In der aktuellen Förderperiode wurde bereits ungewöhnlich früh mit der Diskussion zur Zukunft der Interreg-Programme nach 2020 begonnen. Angeheizt durch den Brexit und andere europakritische Bewegungen müssen sich die transnationalen Programme derzeit einmal mehr der Frage stellen: Welchen Mehrwert hat die transnationale Zusammenarbeit?

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20.09.
2017

Mit ALLIANCE nachhaltige und innovative Produkte aus marinen Ressourcen der Ostsee entwickeln

Interview mit Prof. Dr. Deniz Tasdemir vom GEOMAR-Biotech Zentrum für Marine Biotechnologie

Projekt Geomar ®Christoph Wirth

Die marine oder „blaue“ Biotechnologie ist ein Sektor mit großem Wachstumspotential. In marinen Ressourcen, wie Algen oder Mikroorganismen, stecken viele Wirkstoffe, die für Medikamente oder Kosmetika genutzt werden können. Leider sind diese Stoffe bislang nur wenig erforscht. Hohe Anschaffungs- und Unterhaltungskosten für das notwendigen Equipments zur Gewinnung und Verarbeitung des Rohmaterials erschweren den Wissenschaftlern und kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) oft den Zugang zu dieser Technologie und hemmen damit auch die Nutzung mariner Stoffe. An dieser Stelle setzt das Ostseeraum-Projekt „Baltic Blue Biotechnology Alliance“ an. Es bündelt die Erfahrungen und Expertise der Projektpartner, um die Entwicklung mariner, biologisch produzierter Erzeugnisse in der gesamten Wertschöpfungskette voranzutreiben. Federführender Partner ist die Forschungseinheit Marine Naturstoffchemie des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung in Kiel. Die Projektkoordinatorin Prof. Dr. Deniz Tasdemir erklärt im Interview, welche Potenziale ein solches Netzwerk für die Entwicklung der marinen Biotechnologie in der Ostseeregion hat.

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29.08.
2017

URBAN INNO: Beteiligungsansätze in der „Smart City“

Interview mit Tamara Högler vom CyberForum e.V. Karlsruhe

Die „Smart City“ ist in aller Munde. Tatsächlich gibt es jedoch viele Technologien und Lösungsansätze, die in Städten zwar angeboten werden, die aber dennoch keine breite Anwendung finden, weil die Anwohner sie nicht gut kennen oder schlicht die Akzeptanz dafür fehlt. Hier setzt das Interreg-Projekt aus dem Mitteleuropa-Raum URBAN INNO unter Federführung der kroatischen Stadt Rijeka an. Es möchte zum einen die Smart City-Akteure besser vernetzen, wie etwa Behörden, Forschungseinrichtungen, die Industrie und die Städter selbst. Vor allem aber setzen die Projektpartner auf Beteiligungsformate, um die Bürger und ihre Wünsche von Anfang an in Innovationsprozesse mit einzubeziehen. Tamara Högler vom CyberForum e.V. in Karlsruhe erklärt im Interview, wie URBAN INNO in Karlsruhe dazu beiträgt, energetische Aspekte einer E-Bike-Infrastruktur gemeinsam mit den relevanten Akteuren zu diskutieren.

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15.08.
2017

Maritime Raumordnung: „Einen Schweinswal interessiert es nicht, ob er durch dänisches oder deutsches Gewässer schwimmt“

Interview mit Nele Kristin Meyer vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie zum Interreg-Projekt Baltic LINes

Offshore-Windpark, ©shutterstock 143571343

Bei der Nutzung der Ostsee herrscht große Konkurrenz, angefacht von vielen oft gegensätzlichen Interessen. Die maritime Raumordnung ist ein wichtiges Instrument zur Koordinierung, damit die Interessen der verschiedenen Akteure auf dem Meer gewahrt werden können ohne dabei der Umwelt  zu schaden oder im Gegensatz zu Planungsvorhaben angrenzender Nachbarstaaten zu stehen. Sie kann daher nur effektiv sein, wenn nationale Pläne sich nicht widersprechen. Projektmanagerin Nele Kristin Meyer vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie erklärt im Interview, warum es so wichtig ist, Schifffahrtsrouten und Korridore für die Energieinfrastruktur abzustimmen und wie das Ostseeraum-Projekt Baltic LINes dazu beiträgt. 

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31.07.
2017

„Jeder Jeck ist anders, jede Region, jeder Raum hat andere Bedürfnisse“

Adam Radvanszki zieht Bilanz über seine Zeit beim BBSR, die Bedeutung der europäischen Raumentwicklung und die verschiedenen Arbeitsstrukturen in den Mitgliedstaaten

Adam Radvanszki bei einem Vortrag im Rahmen von Interact © Bildarchiv der Region Bratislava

Als ich 2012 im Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Referat „Europäische Raum- und Stadtentwicklung“ angefangen habe, kamen mir die Aufgaben bekannt vor. Ich hatte davor in einem ähnlichen Institut von nationaler Bedeutung gearbeitet, in einem ähnlichen Referat mit einem sehr ähnlichen thematischen Portfolio – nur in einem anderen Land, in Ungarn. „Europa ist doch eins, die Ziele der europäischen Stadt- und Raumentwicklung haben wir doch gemeinsam geformt, die Arbeit im BBSR kann nicht so anders sein“, dachte ich. Doch, ich habe in den letzten fünf Jahren viel Neues dazu gelernt, ich musste eine neue Position einnehmen und dazu die Unterschiede besser verstehen.

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18.07.
2017

Transnationale Zusammenarbeit in Zahlen

So kooperieren die sechs Programmräume mit deutscher Beteiligung in der aktuellen Förderperiode

© Rawpixel, Fotolia.com

Blaues Wachstum in der Nordsee, umweltfreundlicher Güterverkehr durch das Nadelöhr Alpen, Innovationsprojekte in Nordwesteuropa – dass die sechs verschiedenen Interreg B-Programmräume mit deutscher Beteiligung unterschiedliche Prioritäten haben, die ihren geographischen Besonderheiten entsprechen, ist bekannt.  Allerdings zeigen sich auch bedeutende strukturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Wer ist involviert? Wie umfangreich sind die genehmigten Projekte? Welche Arten von Projekten werden bevorzugt? Welches ist die beliebteste  Förderpriorität? Dies sind Fragen, denen dieser Artikel nachgeht.

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11.07.
2017

Energieeffiziente LED-Beleuchtung im öffentlichen Raum

Interview mit Evgenia Mahler zum Projekt „Dynamic Light“

Dynamic Light, © Evgenia Mahler

Das Mitteleuropa-Projekt Dynamic Light beschäftigt sich mit einer bedarfsgerechten Beleuchtung im öffentlichen Raum. Der heutige Stand der LED-Technologie bietet viele intelligente Lösungen für eine innovative und energieeffiziente Lichtgestaltung. Um die möglichen Verbesserungen zugänglich zu machen, müssen sie jedoch zuerst auf ihre Wirkung hin erprobt werden. Ziel ist es, die Akzeptanz für eine energieeffiziente öffentliche Beleuchtung bei den Bürgern und den verantwortlichen Planern zu erhöhen. Projektmanagerin Evgenia Mahler von der Hochschule Wismar erklärt im Interview, wie die Projektpartner dieses Ziel erreichen möchten.

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29.06.
2017

noPILLS!

Interreg-Projekte stoßen bundes- und europaweit Initiativen zum Umgang mit Pharmarückständen im Abwasser an

© Kirsten Neumann/Emschergenossenschaft: Apothekerin Doris Schönwaldt, Beiratsvorsitzende "Essen macht's klar"

Europa hat ein hohes Niveau bei der Gesundheitsversorgung: Unsere Medikamente sind behördlich zugelassen und jederzeit verfügbar. Doch die wenigsten Konsumenten wissen, dass Tabletten oder Tropfen im Körper meist nicht vollständig verstoffwechselt, sondern zum Großteil wieder ausgeschieden werden: Bis zu 70 Prozent aller Wirkstoffe landen im Abwasser. Hinzu kommen Altmedikamente, die oft achtlos über Toilette oder Spüle  entsorgt werden. Seit 2007 haben sich das Interreg-Projekt PILLS und das Nachfolgevorhaben noPILLS unter Federführung der Emschergenossenschaft damit beschäftigt, welche negativen Folgen Pharmarückstände im Abwasser für Mensch und Umwelt haben und wie man diese vermindern kann. Über ihre Laufzeit hinaus haben die Projekte zahlreiche Vorhaben in ganz Nordwesteuropa angestoßen, wie etwa neue Kläranlagen an Krankenhäusern und Aufklärungskampagnen. In Deutschland fließen die Interreg-Ergebnisse jetzt auch in die Strategieentwicklung auf Bundesebene ein. In Essen ging zudem am 14. Juni 2017 die Initiative „Essen macht’s klar – Weniger Medikamente im Abwasser“ an den Start.  

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20.06.
2017

Akteure für Sanierungsvorhaben im Quartier aktivieren

Interview mit CAN-Projektmanagerin Jenny-Claire Keilmann vom Klima-Bündnis

Essen, © Michael Schwettmann

Städte mit ihrem großen Gebäudebestand und der dazugehörigen Infrastruktur spielen für die Energie- und Klimaziele eine wichtige Rolle. Denn auf sie entfallen rund 40 Prozent des Energieverbrauchs in Europa. Die Strategie „Europa 2020“ fordert bis 2020 eine Reduzierung des Treibhausgasausstoßes und des Energieverbauch um jeweils 20 Prozent. Das Projekt Climate Active Neighbourhoods (CAN) trägt dazu bei, diese Ziele in Stadtquartieren Nordwesteuropas zu erreichen. Wie das gelingen kann und worauf das Projektkonsortium seinen Fokus gelegt hat, erzählt Projektmanagerin Jenny-Claire Keilmann im Interview. Sie arbeitet beim Klima-Bündnis, das das Interreg-Projekt federführend koordiniert.

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23.05.
2017

Europäische Zusammenarbeit stärkt Städte und Regionen!

Erfolgreiche Bilanz bei Interreg-Halbzeitkonferenz in Berlin

Publikum, © Dirk Deckbar

Unter dem Motto "Europäische Zusammenarbeit stärkt Städte und Regionen!" fand am 16. Mai 2017 in Berlin die Interreg B - Halbzeitkonferenz statt, zu der  das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) als fachlich zuständiges Ressort in Deutschland eingeladen hatte. Rund 170 Akteure aus Ländern, Kommunen, Verbänden, Unternehmen und Forschung sind dieser Einladung gefolgt und haben zur Mitte der offiziellen Programmlaufzeit (2014 bis 2020) Bilanz gezogen, Wirkungen und Mehrwert von Interreg B diskutiert und Perspektiven für die Zeit nach 2020 aufgezeigt.

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08.05.
2017

Bessere Kombination von Bahn, Schiff und LKW für einen umweltschonenden Güterverkehr

Interview mit Dr. Karin Jäntschi-Haucke, Oberste Baubehörde Bayern zum Projekt AlpInnoCT

Containerdepot der Firma Kloiber in München-Riem, © Jäntschi-Haucke

Beim Alpenraum-Projekt Alpine Innovation for Combined Transport (AlpInnoCT) arbeiten fünfzehn Partnern-Institutionen aus Deutschland, Italien, Österreich, Slowenien und der Schweiz zusammen, um den Güterverkehr über die Alpen so umweltschonend und effizient wie möglich abzuwickeln. Um dies zu erreichen, sollen die Verkehrsträger LKW, Bahn und Schiff miteinander kombiniert werden. Davon versprechen sich die Partner eine Optimierung der bisherigen Transportkette. Dr. Karin Jäntschi-Haucke von der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr erklärt im Interview, wie das erreicht werden kann. Die Oberste Baubehörde ist Lead Partner des Projektes.

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18.04.
2017

Zukunftsfähige Mobilität im ländlichen Raum

Interview mit Sophie Golinski, Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt zum Projekt RUMOBIL

Study-Trip nach Meißen zum „Bürgerbus Lommatzscher Pflege“,11.11.2016, Foto: Frank Trepte

Gerade in ländlichen Räumen, die vom demografischen Wandel betroffen sind, ist es nicht immer leicht, eine ausreichende Anbindung mit dem öffentlichen Nahverkehr zu gewährleisten und gleichzeitig veränderten Mobilitäts-Bedürfnissen gerecht zu werden. Im Mitteleuropa-Projekt RUMOBIL erarbeiten 13 Projektpartner entsprechende Mobilitätsstrategien und passen ihre Verkehrspolitik an die neuen Anforderungen an. In allen Partnerregionen werden zudem Maßnahmen zur Verbesserung der Nahmobilität erprobt. Sophie Golinski arbeitet beim Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, dem Lead Partner von RUMOBIL. Die Projektmanagerin erzählt, welchen Mehrwert RUMOBIL für die Anbindung ländlicher Räume erbringen kann.

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06.04.
2017

Alpenraum: Gemeinsam Berge versetzen!

Intensiver Austausch beim „meet &match forum“ des Alpenraumprogramms

Gemeinsam Berge versetzen – Unter diesem Motto trafen sich am 21. und 22. März 2017 beim „meet & match forum“ des Interreg-Alpenraumprogramms in Mailand rund 280 VertreterInnen aus Verwaltung, Forschungsinstitutionen, Verbänden und Unternehmen. Die Netzwerk- und Informationsveranstaltung fand großen Anklang – neben den zahlreichen aktiven Teilnehmern verfolgten zusätzlich 130 Personen das Forum über einen Live-Stream im Internet. Ziel des Meetings war unter anderem ein intensiver Austausch zwischen Vertretern des transnationalen Alpenraumprogramms und Akteuren der EU-Strategie für den Alpenraum (EUSALP). Außerdem sollten „Interreg-Neulinge“ für den Alpenraum begeistert und neue Projekte für den anstehenden dritten Alpenraum-Call vorbereitet werden.

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22.03.
2017

"Wir brauchen mehr Interreg-Projekte zum demografischen Wandel"

Interview mit Prof. Bernhard Müller, Direktor des IÖR Dresden und Interreg-Botschafter

Der Raumplaner und Geograph Prof. Bernhard Müller ist seit 1997 Direktor des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) in Dresden, wo auch die deutsche Kontaktstelle für das Interreg-Programm Mitteleuropa beheimatet ist. Neben vielen anderen Themen beschäftigt er sich als Leiter des Lehrstuhls für Raumentwicklung an der TU Dresden seit Jahren mit Alterungsprozessen unserer Gesellschaft und ihren Wirkungen auf den Raum. Im Gespräch erklärt Müller, der der transnationalen Zusammenarbeit als Interreg-Botschafter eine Stimme gibt, welche Herausforderungen und Chancen der demografische Wandel mit sich bringt und was Interreg zu einem gelungenen Umgang mit diesem Thema beitragen kann.

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15.03.
2017

Wege zur grenzüberschreitenden Raumbeobachtung

Ein Bericht aus der Perspektive Schleswig-Holsteins

Flaggen_DE+DK © Traumbild - Fotolia.com

Vom 9. bis 10. Februar 2017 fand in Berlin unter der fachlichen Leitung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung die Fachkonferenz "Deutschland und angrenzende Regionen - Wege zur Raumbeobachtung" statt. Es wurden Status quo, Empfehlungen und Zukunftsoptionen besprochen. Anja Schmid, Referatsleiterin in der schleswig-holsteinischen Staatskanzlei berichtet über ihre Teilnahme an der Konferenz und die Bedeutung der grenzüberschreitenden Kooperation mit Dänemark für das nördlichste Bundesland. 

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08.03.
2017

Territoriale Kohäsion: Was verbirgt sich dahinter?

Das Konzept Europa mit seinem gemeinschaftlichen Politikansatz für viele Bereiche, wie etwa in der Regionalpolitik, erlebt derzeit schwierige Zeiten und wird von vielen Seiten in Frage gestellt. Umso wichtiger ist daher die Auseinandersetzung mit den Grundzügen der europäischen Politik des territorialen Ausgleichs. Frau Simin Davoudi, Professorin für Umweltpolitik und Planung an der Universität Newcastle, erläutert anhand von Schlüsselfragen, was territoriale Kohäsion bedeutet und warum eine Politik des europäischen Ausgleichs nötig ist. Dabei nimmt sie Bezug auf die Geschichte der europäischen Regional- und Wirtschaftspolitik.

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21.02.
2017

Ausbau regenerativer Energien durch abgestimmte Planungen

Interview mit Frau Dr. Gabriele Hoffmann vom Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern zum Projekt BEA-APP

Blick auf Rapsfeld; shutterstock_106958942

Bei BEA-APP geht es um die raumplanerischen Herausforderungen der Energiewende: Damit die Klimaschutz-Ziele erreicht werden können, müssen in der Ostseeregion zusätzliche Flächen für Wind- und Bioenergieeinheiten oder Photovoltaikanlagen ausgewiesen werden. Es gilt, geeignete Areale auszuwählen und Kompromisse für konkurrierende Nutzungsansprüche zu finden. Wie das gelingen kann, erzählt Dr. Gabriele Hoffmann vom Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern, Lead Partner bei BEA-APP, im Interview.

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14.02.
2017

Feste Kooperationsstrukturen für die maritime Raumordnung in der Nordsee etablieren

Partnertreffen des Projektes NorthSEE in Berlin

In der Nordseeregion ist die maritime Raumordnung (MRO) sehr dynamisch. Mitunter gegenläufige nationale Ziele und Strategien prägen die Entwicklung der Gewässernutzung. Um eine konsistente und grenzüberschreitende Planung im Sinne der EU-Richtlinie der MRO umsetzen zu können, ist eine enge Abstimmung und langfristige Zusammenarbeit zwischen den Planungsbehörden erforderlich. Das Projekt NorthSEE will den Grundstein für den Aufbau solcher fester Kooperationsstrukturen legen. Vom 16. bis 18. Januar 2017 trafen sich die NorthSEE Projektpartner im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Berlin. Worum es dabei ging und was bislang im Projekt erreicht wurde, erzählt Ulrich Scheffler vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), das die Federführung im Projekt innehat.

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07.02.
2017

EmpInno: Innovationspotenzial von mittelgroßen Städten und Regionen besser nutzen

Interview mit Gert Proba von der Wirtschaftsförderung Rostock

In der Förderperiode 2014-2020 hat die EU sogenannte „Regionale Innovationsstrategien zur intelligenten Spezialisierung“, kurz RIS3, als Voraussetzung für die Zuweisung von Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) eingeführt. In Deutschland haben die Bundesländer die Hoheit über die einzelnen RIS3. Oftmals fehlen jedoch gerade in den mittelgroßen Städten und Regionen Europas noch die Erfahrung und die Kompetenz, um die geforderten Innovationsstrategien auch umzusetzen. Gert Proba ist Bereichsleiter für Bestandsentwicklung bei der Gesellschaft für Wirtschafts- und Technologieförderung Rostock mbH, die die Federführung beim Interreg-Projekt EmpInno innehat. Er erklärt im Interview, wie EmpInno mittelgroße Städte und Regionen im Ostseeraum dabei unterstützt, ihre RIS3-Strategien „mit Leben zu füllen“, um ihr vorhandenes Innovationspotenzial besser nutzen zu können.

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31.01.
2017

Wie werden unsere Städte klimatauglich?

„Future Cities“ trägt auch nach Projektende dazu bei, Strategien zur Anpassung an den Klimawandel in den Planungsalltag einzubringen

Juli 2008 Jahrhundert-Unwetter in Dortmund, Februar 2010 Sturmtief Xynthia wütet über Deutschland, Juni 2014 Orkan Ela, Juni 2016 Land unter in Münsters Südosten, Januar 2017 Sturmflut an der Ostseeküste … Die Nachrichten über Wetterextreme in Deutschland lassen sich weiter auflisten: Starkregen, Überschwemmungen, Stürme, Hitzeperioden im Sommer. Die Folgeschäden durch Extremwetterereignisse sind in Städten besonders hoch: dichte Besiedlung, ein hoher Versiegelungsgrad und kritische Infrastrukturen sind Gründe für die hohe Verwundbarkeit. Was ist dagegen zu tun? Das Interreg IVB-Projekt "Future Cities" hat dafür Instrumente entwickelt, die auch über die Laufzeit hinaus breite Anwendung in den Kommunen finden.

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23.01.
2017

Binnenschifffahrts-Projekt EMMA: „Wo eng zusammengearbeitet wird, entstehen weniger Konflikte“

Interview mit Stefan Breitenbach, Leiter der Projektabteilung bei Hafen Hamburg Marketing e.V.

Binnenschiff EMMA

Das Interreg-Projekt EMMA möchte die Binnenschifffahrt in der Ostseeregion aufwerten und weiterentwickeln. Damit trägt EMMA auch zur makroregionalen EU-Strategie für den Ostseeraum (EUSBSR) bei. Projektleiter Stefan Breitenbach vom federführenden Partner Hafen Hamburg Marketing erklärt im Interview, warum die Binnenschifffahrt wesentlich mehr Aufmerksamkeit verdient hat und warum Verständnis für die Denkweise anderer europäischer Partner entscheidend ist für das Gelingen eines Interreg-Projektes.

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17.01.
2017

GRETA: Erdwärme als klimaschonende Energie-Alternative

Interview mit Christine Haas von der TU München

Erdwärme, Fachbegriff „oberflächennahe Geothermie“, ist die regenerative Energiequelle aus den oberen zehn bis 400 Metern unserer Erde und vielseitig einsetzbar. So etwa zur Heizung und Kühlung von Gebäuden mit Hilfe von Erdwärmepumpen, oder zur direkten Kühlung, zum Beispiel mit Grundwasser. Im Vergleich zu Photovoltaik oder Windenergie ist sie in der politischen Diskussion jedoch noch relativ unterrepräsentiert. Das von der TU München federführend koordinierte Projekt GRETA möchte dazu beitragen, das oberflächennahe geothermische Potential der Partnerregionen flächendeckend zu erfassen. Kommunen und Planer sollen zudem mit Leitlinien und Weiterbildungen bei der Anwendung unterstützt werden. Projektmanagerin Christine Haas von der TU München erklärt im Interview, welche Möglichkeiten die oberflächennahe Erdwärme für den Alpenraum bietet.

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05.01.
2017

Europa arbeitet zusammen!

Gedanken zum zurückliegenden Jahr

Denke ich an Europa und das zurückliegende Jahr, fallen mir zunächst die vielen Schlagzeilen zu den Krisen ein, die Europa zur Zeit zu bewältigen hat: Angefangen bei den Wirtschafts- und Finanzkrisen, dem Brexit, über die Situation der Flüchtlinge, über Terrorattacken bis hin zu Kriegen in der europäischen Nachbarschaft. Die Schlagzeilen lassen manchmal vergessen, dass sich in der Europäischen Union und Europa trotzdem viel bewegt. Wir kooperieren, um grenzüberschreitende Lösungen für Herausforderungen zu erarbeiten, die wir nur gemeinsam meistern können.

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20.12.
2016

Nordseeraum: Aus Theorie wird Praxis!

Interreg-Informationsveranstaltung zum Nordseeraum in der Region Weser-Ems

Welche Vorteile bietet das Interreg-Nordseeraumprogramm für die Region Weser-Ems und wo können sich Interessierte Unterstützung für Projektentwicklung, Partnersuche und Antragstellung holen? Welche Themen sind förderfähig? Was ist der Mehrwert einer Projektpartnerschaft? Derlei Fragen standen im Zentrum der Informationsveranstaltung „Aus Theorie wird Praxis“ am 8. Dezember 2016 im niedersächsischen Oldenburg. Interreg-Botschafterin Barbara Woltmann nahm die Gelegenheit wahr, sich über aktuelle Themen und Vorhaben im Nordseeraum zu informieren und sich auszutauschen.

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13.12.
2016

"Autobesitz als etwas 'von gestern' ansehen"

Im Fokus des SHARE-North-Projektes stehen „shared modes“ – also die verschiedenen Formen des gemeinsamen Nutzens („Sharing“) von Verkehrsmitteln. Dazu zählen zum Beispiel Fahrgemeinschaften („Ride-Sharing“), Bike-Sharing oder Car-Sharing. Die technische Entwicklung um Internet und Smartphones, aber auch ein gesellschaftlicher Wandel in Richtung „Nutzen statt Besitzen“ zeigen hier Potenziale auf. Diese gilt es für die die Mobilität der Zukunft zu erschließen. Wie das im Nordseeraum geschehen kann, erklärt Michael-Glotz Richter im Interview, Referent für nachhaltige Mobilität bei der Stadt Bremen.

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30.11.
2016

Jahresforum der EU-Ostseestrategie

Eine Region – eine Zukunft

Stockholm versinkt im Schnee

Wie kann der Ostseeraum im Jahr 2030 aussehen und was müssen wir bis dahin machen, damit die Vorstellungen Wirklichkeit werden können? Über diese Frage diskutierten 1.300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 8. und 9. November 2016 auf dem 7. Jahresforum der EU-Ostseestrategie. Bevor wir uns aber der Zukunft widmen konnten, mussten wir erst einmal mit den Überraschungen der Gegenwart klar kommen: 40 Zentimeter Schnee in 24 Stunden. Anfang November war das selbst für die wintererprobten Stockholmer eine Herausforderung. Auf der Straße ging nicht mehr viel, aber Züge und U-Bahnen fuhren und auch am Flughafen funktionierte mit Verspätung das meiste.

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22.11.
2016

Fünftes Jahresforum der EU Donauraumstrategie in Bratislava

Quo vadis, Danube Region?

Konferenzgebäude in Bratislava © F.Ballnus

„Quo vadis, Danube Region?“ So lautete der Titel eines der Abschlusspanels des 5. Jahresforums der EU-Donauraumstrategie (EUSDR), das vom 3.bis 4. November 2016 in Bratislava (Slowakei) stattfand. Die Antwort fiel sogleich recht positiv aus, als die vielfältigen Ergebnisse und Erfolgsgeschichten aus den ersten fünf Jahren Umsetzung der EUSDR von der EU-Kommission und dem Danube Strategy Point vorgestellt wurden.

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15.11.
2016

Interreg ist mehr als nur ein Förderprogramm!

EU-Kommission diskutiert mit Interreg-Experten die Zukunft der transnationalen Programme

Vortrag von Dr. Erdmenger, © Interact

Warum arbeiten wir transnational zusammen? Was sind unsere Ziele? Wie können wir Ergebnisse messen und sollte „Zählbarkeit“ ein Erfolgsindikator sein? Was ist der „immaterielle Nutzen“ von Interreg und wie stellen wir ihn dar? Über diese und weitere Fragen diskutiert die EU-Kommission derzeit mit Experten der „Interreg-Familie“ im Rahmen der Workshop-Reihe „Interreg post 2020“. Über allem steht die große Frage, wie die transnationalen Programme aussehen sollen, wenn 2020 die nächste europäische Förderperiode beginnt. Dr. Katharina Erdmenger, Referatsleiterin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, berichtet über die Ergebnisse des zweiten Workshops am 8. und 9. November 2016 in Amsterdam und erzählt, warum solche Treffen auch „Orte der europäischen Begegnung“ sind und heute wichtiger als je zuvor.

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09.11.
2016

Was Interreg bewirken kann – und was Interreg bewirken soll

Interreg-Spezialisten in der Diskussion © Sina Redlich

Was kann Interreg bewirken? Das diskutierten 30 Interreg-Spezialisten aus Deutschland und Europa am 2. November 2016 im Bundesministerium für Verkehr und digitalie Infrastruktur (BMVI) in Berlin. Anlass für das Treffen waren die Ergebnisse einer von BMVI und BBSR in Auftrag gegebenen Untersuchung zu den Wirkungen der Interreg IVB-Projekte (Förderperiode 2007-2013). Schnell wurde klar, dass die Teilnehmer es nicht bei der Betrachtung der abgeschlossenen Programmperiode belassen wollten.

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24.10.
2016

EU-Projekte in der kommunalen Verkehrsplanung – ein Spannungsfeld

Projektarbeit in Share-North © Lars Ove Kvalbein

Globalisierung und Digitalisierung führen zu einer wachsende Rolle der internationalen Zusammenarbeit. Letztlich haben fast alle europäischen Städte ähnliche verkehrliche Probleme: es gibt zu viele fahrende und auch zu viele parkende Autos. Luft-, Lärm und Verkehrssicherheitsprobleme mindern die Attraktivität der Städte als Lebens- und auch Arbeitsstandort.

Viele dieser Herausforderungen stehen auch auf der europäischen Agenda und werden durch entsprechende Programme inhaltlich und finanziell unterstützt. Bremen beteiligt sich bereits seit Mitte der 1990er Jahre sehr aktiv an unterschiedlichen europäischen Programmen und Förderkontexten, wie etwa Interreg und dem Europäischen Forschungsrahmenprogramm, aber auch in sonstigen Foren internationaler Zusammenarbeit (z.B. ICLEI, Klimabündnis, Eurocities Mobility Forum,…). Ein besonderes Potenzial zur Förderung kommunaler Mobilitätsprojekte sehe ich in den Interreg-Programmen zur „transnationalen Zusammenarbeit“ in 15 definierten europäischen Regionen, weil diese Programme einen starken Demonstrationscharakter haben.

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11.10.
2016

Koordination zwischen Interreg-Programmen

Interact-Austausch in Bonn

EU-Programmakteure in der Diskussion © Baiba Liepa

Zwischen dem 13. und 15. September 2016 durften wir einen Teil der Interact-Community in Bonn begrüßen. Das Ziel der dreitägigen Veranstaltungsreihe war, dass Programmakteure über den Tellerrand gucken und erfahren, wie andere Programme mit ähnlichen Themen umgehen und welche Möglichkeiten der Kooperation und Koordination zwischen Programme bestehen. Da Deutschland an dem 2016 angelaufenen Interact III Programm wieder als Vollmitglied teilnimmt, habe ich mich als Vertreter im Begleitausschuss besonders gefreut, die Teilnehmer aus allen Ecken Europas im Rheinland begrüßen zu dürfen. Die Mitgliedschaft in dem Programm bietet auch deutschen Interreg Akteuren neue Möglichkeiten und Unterstützung für das Management, bei der Kommunikation und der Umsetzung von Interreg-Programmen und bringt hoffentlich die deutsche und europäische Interreg-Community näher zusammen.

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07.10.
2016

Brexit – Interrexit?

Eine Abstimmung mit Folgen

GBP © P.CH. / fotolia.com

"Brexit means Brexit" - mit diesem Statement reagierte die britische Regierungschefin Theresa May vor kurzem auf die Frage, was das Ergebnis des Referendums vom 23. Juni konkret bedeutet. Was aber bedeutet der Austritt konkret für Interreg-Projekte, in denen britische Partner eng mit anderen zusammenarbeiten?

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26.09.
2016

„Enkeltaugliche“ Maßnahmen für die Alpen

Interview mit Hubert Buhl, Interreg-Botschafter

Hubert Buhl war 20 Jahre lang Bürgermeister von Deutschlands südlichster Stadt Sonthofen. Unter seiner Leitung nahm die Stadt an zahlreichen Pilot- und Interreg-Projekten teil, mit denen Sonthofen sich als Fairtrade und Klimaschutzkommune positionierte. Seit 2015 ist Buhl „Interreg-Botschafter“ und wirbt für die Bekanntheit und Akzeptanz der transnationalen Zusammenarbeit. Im Interview erzählt er, was Kommunen konkret zum Umwelt- und Ressourcenschutz in den Alpen beitragen können und welchen Beitrag Interreg-Projekte dabei leisten.

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19.09.
2016

„Hervorragende Alternative zum Auto“

Interview mit Vincenzo Trevisan vom Regionalverband FrankfurtRheinMain

Schneller ankommen – aber nicht mit dem Auto, sondern mit dem Fahrrad! Darum geht es bei CHIPS - Cycle Highways Innovation for smarter People Transport and Spatial Planning. Das Projekt wird im Rahmen des Interreg-Nordwesteuropa-Programms von 2016 bis 2019 gefördert. Projektleiter Vincenzo Trevisan stellt das Vorhaben vor, bei dem sein Arbeitgeber, der Regionalverband FrankfurtRheinMain, als Partner mitwirkt und erzählt, inwiefern sich die Teilnahme an einem europäischen Projekt auch positiv für die Region auswirkt.

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12.09.
2016

„Interreg B-Projekte hatten erheblichen Einfluss auf Gestaltung des TEN-V-Netzes“

Interview mit Horst Sauer von der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg

Gut vernetzte Infrastrukturen sind entscheidend für Binnenmarkt, Arbeitsplätze und den sozialen, wirtschaftlichen und geografischen Zusammenhalt in der EU, die deshalb eine gemeinsame Verkehrspolitik vorsieht. Umgesetzt wird dies durch die Transeuropäischen Verkehrsnetze (TEN-V). Auch bei Interreg-Projekten sind transnationale Verkehrskorridore seit jeher ein zentrales Thema. Horst Sauer, Referatsleiter für Europäische Raumentwicklung bei der Gemeinsamen Landesplanung (GL) Berlin-Brandenburg, erzählt im Interview, wie sich die Metropolregion Berlin-Brandenburg im TEN-V-Netz positioniert und welche Rolle Interreg-Projekte für die transeuropäischen Netze spielen.

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19.08.
2016

Herbst steht im Zeichen von Projektentscheidungen

© Wolfgang Filser, Fotolia.com

Im Herbst wird es spannend! In fünf der sechs Programmräume mit deutscher Beteiligung stehen Entscheidungen über Projektanträge an. Dazu finden im September bzw. Oktober Sitzungen der transnationalen Begleitausschüsse statt (Ausnahme Mitteleuropa: Anfang 2017), in denen im Konsens über die Vergabe der Fördermittel entschieden wird. Ich selbst werde als Mitglied der deutschen Delegation im Begleitausschuss für das Alpenraumprogramm Mitte Oktober nach Bern in die Schweiz reisen und dort mit meinen Kollegen über die eingereichten Projektanträge beraten.

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26.04.
2016

Interreg - meine persönliche Bilanz

Dr. Wilfried Görmar über 20 Jahre Interreg

Die europäische Zusammenarbeit hat fast die Hälfte meines Berufslebens erfüllt. Seit 1996/97, als die ersten Programme der transnationalen Zusammenarbeit geschrieben wurden, habe ich in staatenübergreifenden Arbeitsgruppen und Programmausschüssen mitgewirkt. Vorangegangene Diskussionen um staatenübergreifende Kooperationsräume bei der Erarbeitung der Dokumente Europa 2000 und Europa 2000+ hatte ich als nationaler Sachverständiger bei der Europäischen Kommission in Brüssel miterlebt. Die Arbeit in staatenübergreifenden Teams, das Kennenlernen anderer Kulturen und interessanter Persönlichkeiten haben mein Leben bereichert.

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15.02.
2016

„Interreg ermöglicht das kreative Arbeiten jenseits des Alltags“

Interview mit dem langjährigen Interreg-Akteur Christoph Pienkoß

Christoph Pienkoß leitet einen Workshop bei der Konferenz "Transnationale Zusammenarbeit in Europa - so geht es weiter!" im Mai 2014. © DV, Michael Kirsten

„Ein alter Hase!“ So würde die „Interreg-Community“ Christoph Pienkoß wahrscheinlich betiteln. Er begleitete die Programme der transnationalen Zusammenarbeit 14 Jahre lang und kennt Interreg aus allen Perspektiven: Als Projektpartner in zwölf Projekten, als dreifach erfolgreicher Antragsteller und als Akteur auf Programm- und Bundes-Ebene. „Nimmt man die Vorhaben dazu, bei denen ich mit dem Deutschen Verband als externer Dienstleister tätig war, komme ich auf gut und gerne 20 Projekte“, so der 41-Jährige. Schwerpunkt des ehemaligen Geschäftsführers des Deutschen Verbandes für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V. waren vor allem Verkehrsthemen in Süd- und Osteuropa. Im Interview erzählt Pienkoß, wie Interreg sich über die Jahre verändert hat und warum die transnationale Zusammenarbeit für den Zusammenhalt heute wichtiger ist denn je.

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18.12.
2015

2015: Ein gutes Jahr für Interreg

Ein persönlicher Rückblick.

Von neuen Förderprojekten über neue Verfahren, die sowohl Herausforderungen als auch Chancen bargen, bis hin zu einem gänzlich neuen Politikfeld: Warum 2015 ein gutes Jahr für Interreg war und weshalb Interreg in Anbetracht der Flüchtlingskrise und Diskussion über neue Grenzen zu einem Symbol für das freie, offene Europa geworden ist, erklärt Dr. Katharina Erdmenger vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in ihrem persönlichen Jahresrückblick. 

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07.12.
2015

Das Bundesprogramm Transnationale Zusammenarbeit auf einen Blick

Entstehung, Inhalte und Ausblick auf die Zukunft des Programms

Foto von drei Leuten, die an einem Pfeil ziehen (© Trueffelpix - Fotolia.com)

In der Förderperiode von 2014 bis 2020 beteiligt sich Deutschland bei der transnationalen Zusammenarbeit in der Raumentwicklung (auch bezeichnet als Interreg B) an der Kooperation in den sechs Kooperationsräumen Alpen, Donauraum, Mitteleuropa, Ostsee, Nordsee und Nordwesteuropa. Eine besondere Rolle spielt dabei das Bundesprogramm Transnationale Zusammenarbeit. Denn seit 2003 unterstützt der Bund einzelne Interreg-Projekte, an deren Zustandekommen und Durchführung er ein besonderes Interesse hat. Peter Jung (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) erklärt, wie der Bund konkret hilft und wagt einen Ausblick auf die kommenden Jahre der aktuellen Förderperiode.

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04.12.
2015

ESPON-Seminar: Neue Schritte, zurück auf den Pfad der Konvergenz

Ergebnisse und Erwartungen an das neue Programm

Bei der ESPON-Konferenz drehte sich alles um das Thema Vernetzung. (Quelle: Nina Kuenzer)

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) führten in Berlin ein Fachseminar zum Europäischen Forschungsnetzwerk ESPON (European Spatial Planning Observation Network) durch. Das Netzwerk sammelt raumbezogene Daten und stellt sie der europäischen Politik als Entscheidungsgrundlage zur Verfügung. Vor Ort informierten sich die Teilnehmer über Ausrichtung des neuen ESPON 2020 Programms und gingen den Fragen nach, wie ESPON in Interreg-Projekten genutzt werden bzw. wie ESPON auch von Interreg lernen kann.

24.11.
2015

„Schnittstelle zwischen Programm, Projektpartnern und dem deutschen Ausschuss“

Angela Tietz über Herausforderungen und Ziele ihrer neuen Arbeit als nationale Kontaktstelle NWE

Auch für die Contact-Points steht Vernetzung ganz oben auf dem Programm. (Quelle: Angela Tietz)

Wer auf der Suche nach passenden Projektpartnern oder Unterstützung bei der Entwicklung einer Projektidee ist, der ist bei den National Contact Points an der richtigen Adresse. Für das Programm Nordwesteuropa (NWE) liegt diese Adresse seit dem 14. September in Mainz: Dort hat Angela Tietz im Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz die Rolle der Beraterin für alle deutschen Interreg-Interessierten und -Projektkonsortien übernommen. Im Interview berichtet sie über ihren Einstieg, die Herausforderungen der Arbeit als Kontaktstelle und erzählt, was transnationale Zusammenarbeit für sie bedeutet.

05.11.
2015

Eine Zukunftsperspektive für den Donauraum

Rückblick auf die Jahreskonferenz der EU-Strategie für den Donauraum in Ulm

Der Europaminister des Landes Baden-Württemberg beim Jahresforum Donaustrategie in Ulm. (Quelle: Julian Meinhardt)

"Smart, Social, Sustainable – Innovation for the Danube Region" war das Motto der 4. Jahreskonferenz der EU-Strategie für den Donauraum (EUSDR), die in diesem Jahr am 29. und 30. Oktober in der Donaustadt Ulm stattfand. Und obwohl "Flüchtlinge" kein zentrales Thema der für die Donauraumstrategie festgelegten elf Prioritätsgebiete (Priority Areas) sind, vertraten alle deutschen Politiker auch im Rahmen dieser Veranstaltungen klare Standpunkte: Ivo Gönner, Oberbürgermeister von Ulm, erinnerte daran, dass die Geschichte der Donau lehrt, wie kostbar das friedliche Miteinander entlang dieses Flusses ist, und dass die Europäische Union keine Union von Egoisten sein könne. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hoben hervor, dass insbesondere zur Lösung der Flüchtlingsfrage Solidarität zwischen den Donauländern und die Entwicklung gemeinsamer Lösungen gefragt seien. Die Bundesministerin unterstrich, dass grenzübergreifende Strategien, wie sie im Rahmen von Makroregionalen Strategien und der territorialen Zusammenarbeit verfolgt werden, eine wichtiges Bindeglied sein können. Mit Blick auf die ersten vier Jahre EUSDR zog der Europaminister des Landes Baden-Württemberg, Peter Friedrich, dann auch ein positives Fazit: Vieles sei auf den Weg gebracht worden – vieles musste aber auch mehrfach diskutiert werden, weil Regierungen und Verwaltungen in den Donauländern mehrfach gewechselt haben.

20.10.
2015

Ideen teilen, passende Projektpartner finden

Wie Interreg-Interessierte on- und offline Kooperationen anbahnen können

Nicht nur auf Messen und Veranstaltungen können sich Interreg-Partner finden. (Quelle: BMF – Burkhardt Mayer Fotografie GbR)

Wie knüpft man die ersten Kontakte nach Frankreich, Slowenien oder Italien, wenn man bislang noch keinen Grund zur Zusammenarbeit hatte? In meiner Funktion als National Contact Point schreiben mich immer wieder Institutionen aus dem Alpenraum an, die sich in einem Projekt zu einem bestimmten Thema engagieren möchten und mir ihre Kompetenzfelder vorstellen – und auf der Suche nach passenden Partnern sind.

13.10.
2015

Die neue Interreg-Periode: Vereinfachungen und Verbesserungen

Was sich auf bürokratischer Ebene getan hat

Wer die letzten Jahre Interreg-Projekte zu leiten und Berichte zu erstellen hatte, hat sich oft über bürokratische Hürden geärgert. Ich auch. Wir haben sehnsüchtig auf Erleichterungen gewartet – und tatsächlich einige bekommen. Es steht mir nicht zu, sie abschließend aufzu-listen, sie im Detail zu beschreiben oder gar zu bewerten. Aber über die folgenden habe ich mich gefreut.

02.10.
2015

Auftaktkonferenz an der schönen blauen Donau

Das Interreg-Donauraumprogramm macht sich auf den Weg

Das Pester Vígadó in Budapest. (Quelle: Sanjib Mitra / flickr.com)

Wer dabei sein wollte bei der Auftaktkonferenz des transnationalen Programms für den Donauraum, der musste schnell sein. Das Interesse an der Veranstaltung war so groß, dass die Organisatoren die Registrierung frühzeitig schließen mussten. So konnte leider nicht jeder die Räumlichkeiten des Pester Vígadó in Budapest genießen. Diejenigen, die es nicht in das 1865 gebaute, prachtvolle Theatergebäude geschafft haben, konnten das Programm aber über Livestreaming folgen. 380 Zuschauer verfolgten die Konferenz so online – dies zeigt das große Interesse an Kooperationen im Donauraum. Während die 500 Gäste sich in Budapest im Plenarsaal versammelten, lief „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss. Die Stimmung war ein bisschen kaiserlich-königlich, historisch. Aber wer selber an der Donau aufgewachsen ist, weiß, dass die Donau nur ganz selten blau ist, und trotz der historisch existierenden Verbindungen in der Region, bestehen zahlreiche neue Herausforderungen nicht nur für die sozioökonomische Entwicklung, sondern auch für die Zusammenarbeit.

22.09.
2015

25 Jahre Interreg – ein Treppenwitz der Geschichte oder doch mehr?

Eindrücke, Impressionen und Einschätzungen zur Konferenz 25 Jahre Interreg am 15./16.09.2015 in Esch-Belval, Luxemburg

Feierliches Interreg-Jubliäum in Luxemburg. (Quelle: Brigitte Ahlke)

Ist das wirklich wahr? Ich bin mit Kollegen auf dem Weg nach Luxemburg zur Konferenz 25 Jahre Interreg, auf die wir uns im Vorfeld sehr gefreut haben. Dort wollten wir – durchaus auch ein bisschen stolz, als kleines Rädchen im Getriebe daran mitgewirkt zu haben – auf bisher Erreichtes zurückblicken. Darauf, dass wir durch territoriale Zusammenarbeit über Grenzen hinweg – sei es im Grenzraum, in transnationalen Makroregionen oder interregional – einen Beitrag zur Überwindung von Grenzbarrieren, zu einem besseren Verständnis von gemeinsamen Herausforderungen und zu gemeinsamen Lösungen geleistet haben – kurzum zu einem integrierten Europa. Und wir wollten natürlich auch den Blick in die Zukunft richten. Wie geht es weiter? Wie sollten wir die europäische territoriale Zusammenarbeit zukünftig ausrichten? Was hat sich bewährt, was nicht? Was können wir verbessern?

03.09.
2015

25 Jahre Freiheit und Einheit – Dialog mit den Bürgern

Interreg-Stand im BMVI gut besucht

Am 29. und 30. August waren das Bundeskanzleramt und die Türen der Bundesministerien in Berlin offen, damit die interessierten Bürger einen Einblick in die Arbeit der Bundesregierung bekommen können. Auch die Türen des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in der Invalidenstraße waren offen, wo das Ministerium und verschiedene Behörden aus dem Geschäftsbereich die Besucher an etwa 50 Ständen mit vielen interessanten Themen erwarteten. Rund 156.000 Gäste haben den Tag der offenen Tür besucht und sich über aktuelle Themen der Bundesregierung informiert. Schwerpunktthemen waren unter anderem "25 Jahre Deutsche Einheit", die Digitale Agenda und der Bürgerdialog "Gut leben". Planung für ein gutes Leben in einem vereinten Europa sind Themen, wozu auch die europäische Raumentwicklungspolitik und das Programm Interreg B beitragen.

01.09.
2015

„Eine Grenze sollte nur noch die Bedeutung einer Verwaltungslinie haben“

Interview mit Jens Gabbe anlässlich des 25. Interreg-Jubiläums

Gerade einmal 24 Grenzregionen in organisierter oder nicht organisierter Form ermittelte der Europarat 1971. Heute gibt es in der EU und ihren Nachbarländern rund 200 Regionen, in denen die Bewohner nicht nur wirtschaftliche, sondern auch sozio-kulturelle Barrieren abbauen. Einen wesentlichen Beitrag zu dieser Entwicklung leistet Interreg, das in diesen Tagen sein 25. Jubiläum feiert. Schon deutlich länger begleitet Jens Gabbe, Ehrenvorsitzender der 1971 gegründeten Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen (AGEG) und ehemaliger Geschäftsführer der ersten Initiative für grenzüberschreitende Gebietsentwicklung, der EUREGIO, die Zusammenarbeit in Europa. Im Interview spricht er über die Potenziale transnationaler Zusammenarbeit und die Notwendigkeit, eigenständige Strukturen aufzubauen.

18.08.
2015

Gut vernetzt: Transnationale Zusammenarbeit online

Die Webseiten, Twitter-Accounts und Newsletter der Programme

Twitter wird zunehmend wichtiger Kanal. (Quelle: Twitter)

Der Austausch mit potenziellen Projektpartnern, ein Blick über den Tellerrand von der Nordsee in die Alpen (und umgekehrt) oder die Suche nach Informationen rund um die Antragsstellung: Das Internet wird zunehmend wichtige Unterstützung für die Akteure der transnationalen Zusammenarbeit in Europa. Die Programme teilen hier ihre Neuigkeiten, starten Aufrufe und dokumentieren erfolgreiche Projekte. Wer ständig auf dem Laufenden bleiben will, ist auf Twitter richtig, Hintergründiges gibt es zum Beispiel auf dem Blog des Nordwest-Europa-Programms – den Überblick und Klicktipps erhalten Sie hier.

04.08.
2015

„In puncto demografische Entwicklung sitzen wir alle im gleichen Boot“

Das Interreg-B-Projekt I-stay@home zieht Bilanz

Abschlussveranstaltung von I-stay@home in Brüssel. (Quelle: FK/PH)

Knapp vier Jahre lang beschäftigte sich das Interreg-geförderte Projekt „I-stay@home“ mit IT-gestützten Lösungen für ältere und behinderte Menschen, um ihnen ein selbstbestimmtes Leben zu Hause zu ermöglichen. Dafür arbeiteten verschiedene nordwest-europäische Organisationen und Unternehmen aus fünf Nationen zusammen und reagierten damit länderübergreifend auf die demographischen Entwicklungen in Europa. Entstanden ist unter anderem ein Produktkatalog mit technischen Hilfsgeräten wie Blutdruckmonitoren, Fernbedienungen mit Sprachsteuerung oder Uhren, die Notrufe absetzen können. Am 24. Juni 2015 fand die Abschlussveranstaltung von I-stay@home zum Thema „Unabhängigkeit durch Technologie“ in Brüssel statt. Julia Siebert von der Joseph-Stiftung, Lead-Partner des Projekts, fasst im Interview die Erkenntnisse und Ergebnisse von I-stay@home zusammen.

28.07.
2015

Herzlichen Glückwunsch, Interreg-Blog!

Zahlen und Fakten zum 1. Geburtstag unserer Plattform

Vor etwas mehr als 365 Tagen – pünktlich zum Relaunch der zentralen deutschen Interreg-B-Website – fiel der Startschuss für unseren Blog, der erste Beitrag meiner Kollegin Brigitte Ahlke ging live. Im Zentrum die Frage, die sich auch viele Projektpartner, Verantwortliche und unsere Kolleginnen und Kollegen gestellt haben dürften: Warum ein Blog? Die Antwort: Interreg lebt von seinen Projekten und es sind die Projektpartner, die ihre Region (und auch Europa) ein Stück voranbringen. Damit dies gelingen kann, engagieren sich zudem viele Menschen oft hinter den Kulissen für die transnationale Zusammenarbeit in Europa. Beiden Gruppen wollten wir eine Plattform geben, ihre Aktivitäten vorzustellen und damit unsere Wertschätzung für ihren Einsatz zeigen. Wer unseren Blog gestaltet, wer ihn liest und welche Themen sich großer Beliebtheit erfreuen? Erfahren Sie hier!

21.07.
2015

"Zusammenarbeit bedeutet, Brücken zu bauen"

Guillaume Terrien vom INTERACT-Point Viborg im Gespräch

Als gelernter Kartograph mit einem Abschluss in Geographie, Sprachen und European Studies war es für Guillaume Terrien kein großer Schritt zur transnationalen Zusammenarbeit in Europa. Heute ist er Kommunikationsverantwortlicher des INTERACT-Point Viborg (Dänemark) und war maßgeblich an der Gestaltung einer gemeinsamen Interreg-Marke sowie der Harmonisierung und Vereinfachung von Programmstrukturen im Vorlauf der aktuellen Förderperiode beteiligt. Im Interview verrät er, wieso er transnationale Zusammenarbeit für ein experimentelles Gericht hält, und was er den Hindernissen in diesem Bereich entgegenzusetzen hat.

07.07.
2015

Länderübergreifende Zusammenarbeit im Rhein-Alpen Korridor geht in die zweite Runde

Eine neue Interregionale Allianz stellt sich vor

Die Gründungsmitglieder des Rhine-Alpine Corridor EGTC (Quelle: Rhine-Alpine Corridor EGTC)

Von 2008 bis 2014 hat das Projekt „CODE24“ die wirtschaftliche und ökologische Entwicklung der Regionen von Rotterdam bis Genua erfolgreich vorangetrieben. Um die transnationale Arbeit zeitlich unbefristet weiterzuführen, wurde im April die „Interregional Alliance for the Rhine-Alpine Corridor EVTZ“ gegründet. Als Europäischer Verbund für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ), eine EU-weit gültige Rechtsform, wird die Allianz länderübergreifende Projekte mit den Schwerpunkten Infrastruktur und Lärmschutz von der Rheinmündung bis zu den Alpen unterstützen. Conny Bieze, Vorsitzende der Allianz, sowie Vizepräsidentin Birgit Simon und Direktor Jörg Saalbach erklären, wie die neue Interregionale Allianz auf bestehende Grundlagen aufbauen will.

25.06.
2015

Die Nordsee verbindet die Neugierigen

600 Teilnehmer bei der Jahreskonferenz zum Nordseeprogramm in Assen

Logo des Nordseeraum-Programms. (Quelle: North Sea Region)

Assen im Nordosten der Niederlande ist von Berlin aus nicht auf direktem Wege zu erreichen: vom Flughafen Amsterdam aus sind es zwei Stunden Zugfahrt durch die Polder. Ich betrachte Windkraftanlagen und erspähe vom Zugfenster aus die Segler auf dem Ijsselmeer. Besser kann man auf die Jahreskonferenz des Nordseeprogramms mit seinen Prioritäten „Thinking growth“, „Eco-innovation“, „Sustainable North Sea Region“ und „Green transport and mobility“ gar nicht eingestimmt werden.

23.06.
2015

Sveiki! Jahreskonferenz der EU-Ostseestrategie in Lettland

Schutz der Meere und Digitalisierung als Schlüsselthemen

Networking am Strand: Die Teilnehmer der Jahreskonferenz der EU-Ostseestrategie. (Quelle: Carolin Paar/ARS BALTICA)

Ein breiter langer Sandstrand, ein traumhafter Blick auf die Ostsee und ein geführter Spaziergang durch den idyllisch am Rigaischen Meerbusen gelegenen Badeort Jurmala: Mein Auftakt zur 6. Jahreskonferenz der EU-Ostseestrategie in Lettland hätte besser kaum sein können – zumal ich so schon am Tag vor der eigentlichen Konferenz die Gelegenheit hatte, spannende Kontakte zu knüpfen. Und auch die Veranstaltung am 15. und 16. Juni selbst hatte es mit prominenten Gästen und spannenden Themen in sich.

03.06.
2015

"Kooperationen über Interreg hinaus schaffen"

Roland Arbter aus dem österreichischen Bundeskanzleramt im Gespräch

Österreich ist mit seiner zentralen Lage innerhalb der Europäischen Union, durch Grenzen mit acht Nachbarstaaten und durch vielfältige funktionsräumliche Beziehungen zu benachbarten Regionen ein wichtiger Akteur der transnationalen Zusammenarbeit in Europa. Roland Arbter, in der Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik des Österreichischen Bundeskanzleramts für die Koordination von Programmen zur internationalen Zusammenarbeit und grenzübergreifenden Regionalentwicklung verantwortlich, berichtet über Herausforderungen und Chancen.

02.06.
2015

Wasserstandsmeldung: Projektskizzen und Prioritätenwahl

Ergebnisse und Erkenntnisse aus den ersten vier Interreg-Calls

Während der erste Call im Nordseeraum noch läuft und die Interessierten im Donauraum weiterhin auf den Startschuss warten, sind in den andern vier Räumen nach den Antragstellern nun die Programmbehörden dran: Die potenziellen Interreg-Partner haben insgesamt 1.203 Projektskizzen eingereicht, die es zu prüfen gilt. Welche Idee bietet einen echten Mehrwert für die transnationale Zusammenarbeit in Europa? Wo liegt großes Innovationspotenzial und wo ist die institutionelle Struktur der Konsortien vielversprechend

19.05.
2015

Die nachhaltige Nutzung von Kulturerbe und Kulturressourcen

Ein zentrales Zukunftsprojekt für Interreg

Das Castelvecchio in Verona. (Quelle: Rolf Handke / pixelio.de)

„Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft.“ Bereits Wilhelm von Humboldt wusste, wie wichtig historische Wurzeln für jeden einzelnen von uns sind. Das Wort des Gelehrten ist auch heute noch von Bedeutung und lässt sich auch und gerade auf jenen gesellschaftlichen Bereich übertragen, den wir als unser Kulturerbe bezeichnen. „Unser“ bedeutet im Hinblick auf die transnationale Zusammenarbeit, dass jedes Land und jede Region dabei auf ganz unterschiedlichen kulturellen Ressourcen aufbauen kann. Diesen kulturellen Reichtum sollten wir unbedingt auch in Zukunft bewahren. Der Programmraum Mitteleuropa nimmt sich dieses Themas aktiv an.

05.05.
2015

Was europäische Zusammenarbeit für mich bedeutet

Vertreter aus Ländern und Interreg-Programmen geben Einblick in ihre persönlichen Sichtweisen

Zusammenarbeit über Grenzen hinweg. (Quelle: European Union, 2015)

Gemeinsame Ziele finden und Kompromisse formulieren, Wertschätzung leben und voneinander lernen – die Zusammenarbeit zwischen Regionen, Staaten oder Interreg-Programmen hat viele Aspekte. Doch was bedeutet europäische Zusammenarbeit für diejenigen, die täglich daran arbeiten? Zum Europa-Tag teilen deutsche Interreg-Akteure ihre Sicht auf die Vernetzung Europas, ihre Chancen und Herausforderungen.

28.04.
2015

Die Alpen-Adria-Allianz

Ein wichtiger Baustein der erfolgreichen europäischen Regionalpolitik

Die europäische Regionalpolitik ist ein weites Feld, ein spannendes und komplexes dazu. Mein persönliches und fachliches Interesse an den historischen Regionen Europas intensivierte sich während eines Studiensemesters in Barcelona: Ich entschied, meine Magisterarbeit der politischen Analyse Kataloniens zu widmen. Während meiner Forschungstätigkeit auf diesem Gebiet vertiefte sich meine Neugier für weitere Formen des Regionalismus in Europa und ich erkannte schnell den dort vorhandenen Forschungsbedarf. Besonders die sogenannten Arbeitsgemeinschaften waren noch viel zu wenig beleuchtet, wenngleich sie in ihrer Struktur und vor ihrem historischen Hintergrund meiner Meinung nach einmalig waren. Die Arbeitsgemeinschaft der Alpen-Adria-Allianz stach dabei für mich am meisten hervor – und ist auch heute noch wichtiger Baustein der europäischen Regionalpolitik.

14.04.
2015

ESPON-Atlas als Entscheidungsgrundlage für die EU-Politik

Was die Daten über die territoriale Entwicklung der Regionen Europas verraten

Ausschnitt aus dem ESPON-Atlas 2014. (Quelle: ESPON-Programme)

Das Europäische Raumbeobachtungsnetzwerk ESPON (European Spatial Planning Observation Network) wurde 2002 von den Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) und der Europäischen Kommission gegründet, um die Wissens- und Informationsgrundlagen der Europäischen Raumentwicklungspolitik zu verbessern. An dem 2013-Programm nahmen zu Beginn neben den damals 27 (jetzt: 28) EU-Mitgliedstaaten die Nachbarstaaten Norwegen, Schweiz, Liechtenstein sowie Island teil. In der Übergangsphase zum gerade genehmigten ESPON Programm 2020 ist zum Jahresende 2014 der ESPON Atlas erschienen. Mit rund 180 Karten und Infografiken sowie kurzen Erläuterungstexten vermittelt er ein synoptisches Bild der Lebensbedingungen in den Regionen Europas, wie sich diese entwickeln, welche Stärken sie haben, welche Gemeinsamkeiten sie besitzen und wo sich die Unterschiede zu vergrößern drohen. Volker Schmidt-Seiwert, Projektverantwortlicher im BBSR für den jüngst erschienenen ESPON-Atlas 2014, äußert sich im Interview zur Bedeutung dieses Mammutprojekts.

31.03.
2015

"Typisch Interreg" – gibt es das? Erfahrungen aus Baden-Württemberg

Eines der aktivsten Länder der transnationalen Kooperation berichtet über seine Erfahrungen

Baden-Württemberger gelten landläufig nun nicht eben als extrovertiert und allem Neuen mit großer Offenheit und Enthusiasmus gegenübertretend. Und auch in der liebevollen Bezeichnung "Ländle" kommt nicht gerade kosmopolitische Weltoffenheit zum Ausdruck. Doch im Bereich der transnationalen Kooperation zeigt Baden-Württemberg großes Engagement und mit fast 92 Projekten und 112 Partnern unterstrich das Land in der vergangenen Förderperiode seinen Spitzenplatz im Bereich der transnationalen und interregionalen Kooperation.

Aber was ist für ein Land wie Baden-Württemberg das Spannende an Interreg und woher rührt das große Interesse? Und was daran ist "typisch Interreg"?

25.03.
2015

City Regions Makro – Workshop in Wiesbaden

Bundesländer tauschen Erfahrungen zu makroregionalen Strategien aus

Gegenwärtig ist Deutschland mit unterschiedlichen Bundesländern an der Umsetzung beziehungsweise Erarbeitung makroregionaler Strategien beteiligt – die norddeutschen Bundesländer an der Ostseestrategie, Baden-Württemberg und Bayern an der Donau- bzw. der Alpenraumstrategie. Zentral gelegene Bundesländer in West- und Ostdeutschland sind nicht unmittelbar in derartige Prozesse einbezogen. Aus dieser Konstellation hat sich eine Debatte um den Nutzen der Mitwirkung an makroregionalen Strategien und des Bedarfs für weitere Räume beispielweise für Mitteleuropa ergeben.

17.03.
2015

Transnationale Zusammenarbeit und Europa 2020

Strategie „Europa 2020“ – Was bedeutet das?

Europa 2020 als Basis von Interreg B. (Quelle: European Union, 2015)

„Europa 2020 – Eine Strategie für ein intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum“ ist die Wachstumsstrategie der Europäischen Union (EU) für das aktuelle Jahrzehnt. Die im Juni 2010 vom Europäischen Rat verabschiedete Strategie ist angesichts der großen europäischen Wirtschafts- und Finanzkrisen aufgesetzt worden, mit denen Europa seit dem Sommer 2007 zu kämpfen hat. Sie greift gleichzeitig aber auch die anderen großen europäischen Herausforderungen auf wie den Umgang mit dem Klimawandel, die steigenden Energiepreise oder den demographischen Wandel. Die Strategie soll der EU helfen, gestärkt aus den Krisen hervorzugehen.

04.03.
2015

Wie es mit einem ehemaligen Interreg-Projekt weitergeht

Das SUBMARINER-Netzwerk für den Ostseeraum

Fischerei ist ein zentrales Thema bei der Entwicklung des Ostseeraums. (Quelle: positief/iStock Photo)

Die Ostsee steht vor enormen Herausforderungen. Hohe Nährstoffeinträge und der Rückgang der Fischerei sind nur zwei davon. Nachhaltige Nutzungen von Meeresressourcen können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die starke Umweltbelastung zu lindern und zugleich das „blaue“ Wachstum in der Ostseeregion zu fördern. Bis 2013 war vor allem das die Aufgabe des Interreg-geförderten Projekts SUBMARINER – Sustainable Uses of Baltic Marine Resources, eines auf drei Jahre befristeten Vorhabens. Nach Ablauf der Interreg-Förderung Ende 2013 konnten wir die damalige Projektstruktur mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesprogramm Transnationale Zusammenarbeit in das SUBMARINER-Netzwerk überführen, das nun als dauerhaftes Forum für innovative und nachhaltige Nutzungen von Meeresressourcen öffentliche und private Akteure zusammenbringt, um die im Projekt begonnene Arbeit fortzusetzen, auszuweiten und weitere Akteure einzubinden.

17.02.
2015

Einblicke in Interreg A

Was sind die Unterschiede zu Interreg B in der Förderperiode 2014-2020?

A, B, C – für mich ist das mehr als der Anfang des Alphabets, denn die ersten drei Buchstaben stehen bei Interreglern für die unterschiedliche Ausrichtung der Förderprogramme. Gerade „Projektneulinge“, die auf der Suche nach dem passenden Förderprogramm sind, stellen sich jedoch häufig die Frage: Was ist eigentlich genau der Unterschied? Die Antwort auf diese Frage ist wichtig, denn sie gibt nicht zuletzt vor, für welches Förderprogramm sich ein Partner bewerben sollte.

10.02.
2015

Tolle Chancen für deutsche Partner im Interreg-Donauprogramm

Wie der gesamte Kooperationsraum profitiert

Bayerns Finanzstaatssekretär Hintersberger und Baden-Württembergs Europaminister Friedrich eröffnen das Donaubüro in Ulm. (Quelle: donaube connects)

Seit dem CADSES-Programm, in dem 18 Länder sowohl aus Mittel- als auch aus Süd- und Osteuropa vor rund acht Jahren zusammenarbeiten konnten, gab es für deutsche Projektpartner keine vergleichbaren Kooperationsmöglichkeiten mit den Regionen des Donauraums mehr. Und das, obwohl es hier doch so wichtige wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Bezüge gibt! Aber bald ist es soweit und das neue Donauprogramm startet!

02.02.
2015

Interreg: Eine gemeinsame Marke für nachhaltige Erfolge

INTERACT stellt Promo-Video für neues Corporate Design vor

Das neue Interreg-Logo. (Quelle: INTERACT)

Interreg verbindet. Meistens jedenfalls. Denn beim Logo waren sich die Länder und Programme bisher eher uneinig, entwickelten ihr Design nach eigenem Gusto, in verschiedenen Farben und Stilrichtungen. Dies soll sich nun ändern.  Um die stärkere Verbindung zwischen den beteiligen Ländern, den Kooperationsräumen und den Projekten selbst zu demonstrieren, hat INTERACT ein neues gemeinsames Logo für die europäische territoriale Zusammenarbeit (ETZ) bei Interreg entwickelt. Guillaume Terrien, Kommunikationsverantwortlicher des INTERACT Point Viborg (Dänemark), erklärt im Interview, wie das neue Corporate Design entstand und welche Impulse es der transnationalen Zusammenarbeit in Europa geben soll.

15.01.
2015

Die ersten drei Interreg B Programme sind genehmigt!

Projekteinreichungen im Ostseeraum bereits möglich

Kurz vor Weihnachten flatterten mir drei Emails in die Mailbox, über die ich mich besonders freute. Eine aus Wien, eine aus Salzburg und eine aus Rostock, alle mit demselben Inhalt: „The Programme has been adopted!“ – „Das Programm ist genehmigt!“ konnten die Programme Mitteleuropa, Alpenraum und Ostsee stolz vermelden. Das ist ein guter Start in das Jahr 2015: Drei der sechs Interreg B Programme, an denen Deutschland beteiligt ist, sind damit von der Kommission gebilligt und können anlaufen. Die anderen drei (Nordsee, Nordwesteuropa und Donauraum) werden hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft folgen.

16.12.
2014

INTERREG B – Zusammenarbeit in Europa

Rückblick auf das Jahr 2014

Schon seit Jahren fördert die Europäische Union die Zusammenarbeit in der Raumentwicklung über Grenzen in Europa hinweg mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Damit wird den Schwierigkeiten der grenzübergreifenden Zusammenarbeit, die sich vor allem aus den unterschiedlichen Sprachen und Verwaltungskulturen ergeben, Rechnung getragen und zugleich der Zusammenhalt in Europa oder zumindest das Gefühl des Zusammenhalts in Europa gefördert. Eine Förderperiode dauert dabei sieben Jahre; das Jahr 2014 war als Übergangsjahr stark geprägt durch das Auslaufen der Förderperiode 2007 – 2013 (INTERREG IV) und  das Anlaufen der Förderperiode 2014 – 2020 (INTERREG V).

09.12.
2014

Stakeholder-Konferenz: Regionen fordern „bottom-up“-Prinzip

1.250 Teilnehmer diskutieren die inhaltliche und politische Gestaltung der Alpenraumstrategie

Die Stakeholder-Konferenz im Hightech-Zelt. (Quelle: Dr. Peter Eggensberger)

Wer an der Innovationsfähigkeit der großen Metropolen im Umfeld der Alpen gezweifelt hatte, wurde bereits bei der Ankunft zur Stakeholder-Konferenz zur EU-Strategie für den Alpenraum (EUSALP) eines Besseren belehrt: Im Innenhof des Verwaltungsgebäudes der Region Lombardei stand ein beheiztes Zelt – mit Hightech-Ausstattung vom Feinsten. Aber keine Sorge, alles „Green Energy“, wie von der Lombardei versichert wurde! Mit dieser Green Infrastructure sind wir also gerade noch mal am alpinen Treibhauseffekt vorbeigeschrammt. Und trotz Streik der Lufthansapiloten schafften es unter die 1.250 (!) angemeldeten Teilnehmer am 1. und 2. Dezember 2014 auch einige Deutsche.

05.12.
2014

Die Ostsee zu Gast in Warschau

Rückblick auf die Ostseeraumkonferenz

Gastgeberstadt Warschau bei Nacht. (Quelle: Jens Kurnol)

Es war mir fast ein wenig feierlich zumute, dass der große Tag nun endlich gekommen war, an dem wir das neue Ostseeprogramm der breiten Öffentlichkeit vorstellen durften. Nachdem ich in den letzten zwei Jahren mehrere hundert Sitzungsstunden in verschiedenen Ländern des Ostseeraumes verbracht habe, um an diesem Programm mitzuarbeiten, Förderinhalte und Bedingungen zu definieren und Kompromisse mit den anderen am Programm beteiligten Mitgliedsstaaten zu finden, ist das schon ein schönes Gefühl, wenn das Werk nun vollendet ist und in die Hände der Projektakteure gelegt werden kann. Jetzt sind endlich die Projektakteure am Zug!

11.11.
2014

Makroregionale Strategien und integrierte Regionalentwicklung – ein Widerspruch?

Was der neue Fokus für INTERREG bedeutet

Die Europäische Union fühlt sich nicht nur für ihr Gesamtterritorium zuständig, sondern auch für staatenübergreifende Teilräume, die als Makroregionen bezeichnet werden. Speziell mit den Ostsee- und Donaustrategien der EU von 2009 und 2011 haben neue politische Ansätze in die europäische Politik Einzug gehalten. Was makroregionale Strategien und integrierte Regionalentwicklung für INTERREG und die Projektausrichtung bedeuten, beantwortet Dr. Wilfried Görmar vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Interview.

28.10.
2014

Internationale INTERREG-Partner treffen zusammen

Auftaktkonferenz Alpenraum in Salzburg

Ideen-Arena: Alte und neue Partner im Alpenraumprogramm tauschen sich aus. (Quelle: Bernd Käferböck Photography)

Jetzt geht es endlich richtig los! Mit diesem Gefühl habe ich mich auf den Weg zur Alpine Space Conference „Building on Experience: Cooperation towards 2020“ am 21. und 22. Oktober 2014 nach Salzburg gemacht.

17.10.
2014

INTERREG B verbindet

Rund 50 Interessierte beim deutsch-polnischen Netzwerktreffen in Berlin

Das Ernst-Reuter-Haus, Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, in Berlin. (Quelle: Anja Bauriedel)

Die Ergebnisse der bisherigen transnationalen Zusammenarbeit zwischen  Deutschland und Polen können sich sehen lassen: In über 160 Projekten haben Vertreter aus Wirtschaft, Forschung, Verwaltung und Vereinen in den letzten Jahren miteinander gearbeitet. Mit dem Start der neuen Förderperiode 2014-2020 beginnt für viele von ihnen wieder die Suche nach passenden Ideen und Partnern. Gerade „Neulinge“, die bisher keine oder wenig Erfahrung mit Interreg B gemacht haben, stehen da vor einer großen Herausforderung. Hinzu kommt der nicht zu unterschätzende Termindruck – bereits in wenigen Monaten starten die ersten Projektaufrufe. Höchste Zeit also, Projektskizzen weiterzuentwickeln und die richtigen Partner zu finden. Um dies zu erleichtern, haben wir gemeinsam mit dem polnischen Ministerium für Infrastruktur und Entwicklung am 14. Oktober eine neue Veranstaltungsform getestet: Ein Vernetzungstreffen für rund 50 potentielle Partner aus unseren beiden Ländern. 

08.10.
2014

KMU als wichtige INTERREG-Partner

Wie sie mehr in die Projekte eingebunden werden können

Regionalentwicklung bedeutet immer auch Entwicklung der Wirtschaftskraft. Darum ist es stets das Anliegen von INTERREG gewesen, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in die Förderprojekte einzubeziehen. Sie bilden das Rückgrat der europäischen Wirtschaft und sollen in der neuen Förderperiode verstärkt angesprochen werden.

23.09.
2014

Projektentwicklung und Partnersuche in Gent

Vorbereitungsworkshop für die ersten neuen Nordseeprojekte

Gent, Schauplatz des „Transnational Project Development Seminar and Partner Search“ im Nordseeraum. (Quelle: Petra Devillers)

Ich war noch nie zuvor in Gent. Das ist schade, wie ich mittlerweile weiß. Diese Stadt ist nicht nur schön für eine Besichtigung, sie hat auch eine Dynamik, die sich mit Worten nur schwer ausdrücken lässt. Warum ich das schreibe? Weil genau das ein wichtiger Aspekt transnationaler Zusammenarbeit ist: INTERREG bringt uns über unsere bisherigen Grenzen hinaus. Und das nicht nur räumlich, sondern vor allem auch thematisch, denn so manches Mal findet man dabei wahren Perlen.

09.09.
2014

Wer. Was. Wie.

Bestandsaufnahme und Pläne im Alpenraumprogramm: Wie können neue Projektpartner gewonnen werden?

Der Alpenraum hat Großes vor. Genauer gesagt, er will wachsen. Nicht im geographischen Sinne, sondern was die Vielfalt der beteiligten Projektakteure im Rahmen von INTERREG V B anbelangt. Um zu wachsen, ist es erst einmal sinnvoll, den Status Quo zu betrachten. Wer sind unsere bisherigen Projektpartner? Was hat die Ideen ausgemacht, die es in die Förderung geschafft haben? Und letztlich stellt sich die Frage: Wie schaffen wir es, neue Akteure zu begeistern und für die Mitwirkung in Projekten zu gewinnen?

26.08.
2014

Was ein Deutscher Ausschuss tut

Blick hinter die Kulissen des INTERREG B-Alltags

Abstimmung, Beratung und Vernetzung sind das Alltagsgeschäft der Gremien und Ausschüsse, die den Weg für die transnationale Zusammenarbeit im Rahmen von INTERREG B bereiten. Neben dem Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur (BMVI) und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), sind es in besonderem Maße auch die Vertreter der Bundesländer, die ihren Beitrag leisten, um die Projektarbeit erfolgreich zu gestalten. Einblicke, wie viel Arbeit dahinter steckt und wo die besonderen Herausforderungen liegen, gibt Petra Schelkmann, Vorsitzende des Deutschen Ausschusses im Kooperationsraum Nordwesteuropa (NWE).

12.08.
2014

Der Donauraum stellt sich vor

Ein neuer Kooperationsraum mit deutscher Beteiligung

Es gibt erfreuliche Neuigkeiten bei INTERREG! Passend zur neuen Förderperiode gibt es einen neuen Kooperationsraum für die transnationale Zusammenarbeit mit deutscher Beteiligung: den Donauraum. Er ist aus dem Kooperationsraum Südosteuropa hervorgegangen und in der Zukunft werden sich daran auch Deutschland und Tschechien beteiligen. Das neue transnationale Programm gilt dann für einen noch größeren geografischen Raum, den die Donau als gemeinsames Entwicklungsband verbindet. Ich freue mich über die Neugestaltung dieses Raums, in dem friedliches Zusammenarbeiten möglich ist, während in dessen Südteil vor wenigen Jahren noch Krieg geführt wurde.

05.08.
2014

„Harmonise, Simplify, Improve"

Was das Motto für die neue Förderperiode bedeutet

Das Schöne an einer neuen Förderperiode ist, dass alles bisher Dagewesene auf den Prüfstand kommt. Die Beteiligten haben die Entwicklungen der Vergangenheit beobachtet, mögliche Probleme erkannt und ihre Lehren daraus gezogen. Bei INTERREG B werden diese Lehren – natürlich stark vereinfacht – im Motto der Förderperiode 2014-2020 zusammengefasst. „Harmonise, Simplify, Improve“ sind die drei Schlagworte, an denen wir uns auch in den kommenden sechs Jahren orientieren wollen.

29.07.
2014

Zusammen bringen, was zusammen gehört.

Ein Rückblick auf die Jahreskonferenz Mitteleuropa in Wien

Gerade in Zeiten der Krise sind Zusammenhalt und länderübergreifende Kooperation wichtiger denn je. Nun also stand Wien während der Jahreskonferenz am 1. und 2. Juli 2014 im Zeichen der transnationalen Zusammenarbeit in Mitteleuropa in den kommenden Jahren. Das Programm war abwechslungsreich, die Podiumsdiskussion äußerst spannend und die Themenvielfalt in den Workshops groß. Kurzum: Es war eine sehr erfolgreiche Veranstaltung für die neue Förderperiode.

22.07.
2014

3. Jahresforum zur Donaustrategie

Neues Governance-System beschlossen

Erfolgversprechend: Aktiver Austausch der Teilnehmer des Jahresforums in Wien (Quelle: EU-Förderagentur GmbH PAC 10)

Unter dem Motto „Wir wachsen zusammen – zusammen wachsen wir“ haben Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft beim 3. Jahresforum zur EU-Donauraumstrategie in Wien über die Zukunft der Region diskutiert und weitreichende Entscheidungen getroffen. Der Donauraum ist auch ein Kooperationsraum des Programms für transnationale Zusammenarbeit INTERREG B von 14 Staaten im Wassereinzugsbereich der Donau. Die Themenschwerpunkte im Donauraum liegen unter anderem auf der Innovationsförderung von kleinen und mittleren Unternehmen sowie der Einrichtung von effizienteren Verwaltungen im Donauraum. Als Vertreterin des Staatsministeriums Baden-Württemberg – neben Bayern das zweite am Donauraum beteiligte Bundesland – hat auch Christina Diegelmann am Jahresforum in der österreichischen Hauptstadt teilgenommen. Sie berichtet im Interview über die Beschlüsse, die Diskussionen und ihren ganz persönlichen Eindruck vom Jahresforum.

17.07.
2014

Auftakt in Aberdeen

Jahreskonferenz stößt auf reges Interesse

440 Teilnehmer, zwei Tage und ein Tenor: There are no strangers in the room, only friends and partners you haven’t met yet. Die Jahreskonferenz des Nordseeraums in Aberdeen Ende Juni war ein großer Erfolg. So viele Interessierte wie nie fanden sich in Schottland zusammen. Wir konnten zahlreiche Bekannte begrüßen, die sich freuten, dass es mit INTERREG in der neuen Förderperiode weitergeht und über den neuen Programmentwurf schon erstaunlich gut informiert waren. Dazu kamen Teilnehmer, die zum ersten Mal dabei waren und dafür gleich die geballten Informationen an die Hand bekamen.

15.07.
2014

Warum ein Blog?

Was unsere neue Plattform Ihnen bietet

Ein herzliches Willkommen allen Neugierigen und Interessierten auf unserem INTERREG-Blog!

INTERREG, das heißt: Zusammenarbeit. Grenzenlos. In dem EU-weiten Förderprogramm, das wir als Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in Deutschland betreuen, entstehen spannende Projekte in den Bereichen Soziales, Umwelt, Wirtschaft und Mobilität. Wir wollen diesen tollen Ideen und den Menschen, die sich für die transnationale Zusammenarbeit in Europa einsetzen, auf diesem Blog ab sofort eine ganz eigene Bühne bieten und ihre Entwicklung miterleben.